Juni 2002
Delfin-Therapie als mögliche Chance
Unter dem Motto "Lachen für einen guten Zweck" veranstaltete die Aichwalder CDU am 15.04.02 eine Lesung mit dem ehemaligen Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel in der Schurwaldhalle.
Bereits während dieser Veranstaltung betonte der Vorsitzende Dr. Haug, daß der Erlös dieser Veranstaltung für zwei besondere Projekte verwendet werden soll.
So konnte dem DRK - Aichwald bereits Ende Juni ein Scheck über 405,- € überreicht werden. Dadurch konnte die Ausstattung des HvO-Fahrzeuges um ein Pulsoximeter, welches in der Notfallrettung eine wichtige Funktion hat, erweitert werden.
Einen weiteren Grund zur Freude hatte der 5jährige Tim Scharpf aus Esslingen, der seit seiner Geburt an einer Entwicklungsverzögerung leidet. Er kann noch nicht sprechen, krabbeln oder laufen und auch das Sitzen funktioniert nur mit Unterstützung.
Bis heute konnte die Ursache dieser Erkrankung, auch nach verschiedensten Therapien, stationären Aufenthalten in Kliniken und genetischen Untersuchungen, nicht gefunden werden. Nachdem die durchgeführten Therapien und Untersuchungen keine Aussicht auf Erfolg versprechen, möchte der kleine Tim eine Delfin-Therapie machen. In der Vergangenheit hat diese Therapie von Kindern und Delfinen schon kleine und große Erfolge gebracht.
Da diese Therapie mehrere tausend Euro kostet, wurden für dieses Projekt ebenfalls 405,- € in Form eines Schecks an die Eltern übergeben.
Mehr Informationen zu diesem Thema unter: www.dolphin-aid.de
Die Aichwalder CDU bedankt sich nochmals bei Herrn Rommel und allen Besuchern, durch die diese Spenden ermöglicht wurden.

Juni 2002
DRK Aichwald Spende
Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Aichwald
Spende für unser HvO Fahrzeug.
Unter dem Motto "Lachen für einen guten Zweck" fanden über 350 Gäste am 14. Mai zu einer Lesung des ehemaligen Oberbürgermeisters von Stuttgart Manfred Rommel in die Schurwaldhalle. Eingeladen hatte der Ortsverein der CDU Aichwald. Mit einem Teil der Eintrittsgeldern wurde auch das Projekt "Helfer vor Ort" des DRK Aichwald unterstützt.
Deshalb konnte Herr Dr. Haug Vorsitzender der CDU Aichwald Herr Rommel Vorsitzender des DRK Aichwald einen Scheck über 405 €uro überreichen. Dadurch ist es uns möglich, die Ausstattung des HvO-Fahrzeuges mit einem Pulsoximeter, das in der Notfallrettung eine wichtige Funktion hat, zu erweitern.
Wir bedanken uns herzlich bei Herr Manfred Rommel, dem Ortsverein der CDU in Aichwald und natürlich bei den Gästen der Veranstaltung für die großzügige Unterstützung.
Juni 2002
Lachen für einen guten Zweck
Unter diesem Motto stand die Lesung des ehemaligen Stuttgarter Oberbürgermeisters Manfred Rommel am 14.05.02 in der Aichwalder Schurwaldhalle. Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatte der Ortsverein der Aichwalder CDU.
Wie der Vorsitzende Dr. Volker Haug in seiner Begrüßung betonte, waren es Herrn Rommel und dem Ortsverband besonders wichtig, mit den Eintrittsgeldern karitative Zwecke zu unterstützen.
Neben der Spende für das DRK-Aichwald und dessen Helfer-Vor-Ort Projektes, soll es dem sehr kranken 5jährigen Tim Scharpf aus Esslingen ermöglicht werden, an einer Delfin-Therapie teilzunehmen.
Mit unter den weit über 350 Gästen befanden sich in der vollbesetzten Schurwaldhalle, neben seinen Eltern und Herrn Wolfgang Rommel, Vorsitzender des DRK-Aichwald, auch der Bundestagskandidat für den Wahlkreis Esslingen, Herr Notar Markus Grübel mit Frau, sowie Frau MdL Christa Vossschulte.
Unterstützt wurde Rommel von einem hervoragendem Publikum, dem er in seinem fast zweistündigen Vortrag die Lachmuskeln strapazierte und auf die Tränendrüsen drückte.
In seinen Geschichten, Erzählungen, Witzen, Reimen und Gedichten sprach Rommel des Schwaben liebstes an: "die schwäbische Mentalität".
Neben der traditionellen Kehrwoche am Samstag, waren es unter anderem das Sparen und Häusle bauen, der Umgang mit Neuzugezogenen oder der Nachbarschaftsstreit im Garten.
In der Pause hatten die Besucher dann die Gelegenheit, Bücher von ihm signieren zu lassen und ein paar Worte mit ihm zu wechseln.
Für das leibliche Wohl sorgten die Mitglieder des CDU Ortsvereines.
Auf seine Verabschiedung "...und kommet se gut hoim!" folgte tobender Applaus und mit Dank, Wein und Blumen für seine Frau wurde Manfred Rommel schließlich verabschiedet
Oktober 2003
Abschlussbericht der Delphin-Therapie
Tim macht enorme Fortschritte durch Delfintherapie
Mit großen Erwartungen und ziemlich aufgeregt sind wir in Miami am Flughafen angekommen. Im Therapiezentrum ist uns sogleich die ruhige und familiäre Atmosphäre aufgefallen.
Zur eigentlichen Therapie mit dem Delfin im Wasser kam sowohl davor wie auch danach ein gezieltes Arbeiten der Therapeuten mit Tim im sogenannten „Klassenzimmer". Dabei musste Tim ihm gestellte Aufgaben und Arbeiten durch-führen. So bemalte oder bedruckte er mit Hilfe seiner Therapeuten T-Shirts, Stofftaschen und Holztiere, wurde mittels JA- und NEIN-Kärtchen animiert, sich mitzuteilen, wenn ihm eine Frage gestellt wurde, wie zum Beispiel, ob er essen oder trinken, Ballspielen etc. oder schlussendlich mit den Delfinen schwimmen will.
Übrigens wurden wir, seine Eltern und Schwester, mit den Vorgängen im Klassenzimmer so vertraut gemacht und eingewiesen, dass wir zuhause auf dieser Ebene weiterarbeiten können. Tja, und dann das Schwimmen mit den Delfinen. Von einer schwimmenden Plattform aus, auf der sich Tim, die zwei Therapeuten, der Delfintrainer, eine Praktikantin und „Mini-therapeutin" Chiara aufhielten, wurde gearbeitet. Tim wurde wieder mittels den Ja- Nein- Kärtchen „gefragt", ob er mit dem Delfin schwimmen oder einen Kuß von ihm haben will, mit ihm Ball oder Ring spielen möchte. Seine Anweisungen bekam der Delfin dann vom Trainer.
Im Wasser konnte sich Tim mit Hilfe seiner Therapeuten vom Delfin ziehen, schieben, anstubsen lassen. Das waren wunderschöne Momente, zumal Tim oftmals mit einem lauten Lachen das vorhergehende quittierte. Und tatsächlich: Im Laufe des Aufenthalts bemerkten wir bei Tim Aufmerksamkeitssteigerungen, konzentrierteres Mitarbeiten im Klassenzimmer, wachsendes Interesse beim und am Delfin.
Es blieb nicht aus, Tim wurde zum Liebling seiner Therapeuten und wir Begleitpersonen zu begeisterten Anhängern der Delfintherapie. Jetzt sind wir mittlerweile 2 Monate zuhause und entdecken im alltäglichen spielerischen und therapeutischen Arbeiten mit Tim immer wieder Fortschritte. So führt er die Hand zum Mund, wenn man ihm z. B. ein Stück Brezel anbietet, trinkt mit dem Strohhalm. Und, ganz toll und auch ganz neu, wenn wir ihn auf seine eigenen Beinchen stellen und die Möglichkeit geben, sich festzuhalten, dann bleibt er doch eine kurze Zeit ohne Unterstützung stehen.
Wir sind sehr gespannt, wie seine Entwicklung fortschreitet und streben einen weiteren Therapieaufenthalt im kommenden Jahr an. Auch auf diesem Weg möchten wir nochmals allen herzlich Danke sagen, die uns geholfen und unterstützt haben, Tim diese Therapie zu ermöglichen.
Dezember 2003
Mitgliederversammlung 2004
Vorstandsneuwahlen der CDU:
Claudia Stickdorn neue 2. Vorsitzende der Aichwalder CDU
In einem harmonischen und diskussionsfreudigen Klima fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Aichwalder CDU im vollbesetzten Nebenzimmer der Gaststätte Linde in Aichschieß statt. Als besondere Gäste nahmen die Landtagsvizepräsidentin Christa Vossschulte MdL und eine Reihe von Gemeinderatsmitgliedern teil.
Neben Berichten aus dem Landtag und dem Gemeinderat standen die turnusmäßigen Neuwahlen des Vorstandes auf dem Programm. Hierbei wurde als wichtigste Veränderung Frau Claudia Stickdorn als neue 2. Vorsitzende gewählt. Die 37-jährige löst Frank Köpf ab, der aus beruflichen und persönlichen Gründen auf einen Beisitzerposten wechselte. Der 1. Vorsitzende, Professor Volker Haug, und der übrige Vorstand wurden eindrucksvoll im Amt bestätigt.Einen Wechsel im Amt des Kassiers hatte es bereits Anfang 2003 gegeben, als Michael Baumann die Aufgabe von Rudolf Brönner übernahm. Wie Haug im Anschluss an die Wahlen erklärte, habe die Mitgliederschaft damit eine hervorragende Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der Aichwalder CDU in den nächsten zwei Jahren gelegt. Mit Frau Stickdorn habe die CDU außerdem erstmals eine junge Frau zur 2. Vorsitzenden gewählt und damit ein wichtiges Signal für die Vielfalt der CDU in Aichwald gesetzt. Frau Stickdorn wohnt seit knapp zwei Jahren in Aichwald und kommt aus dem Rheinland, wo sie ebenfalls - u.a. im Kreisvorstand der Frauenunion - aktiv gewesen war.
Im Rahmen ihres Berichts aus der Landtagsarbeit teilte Frau Vossschulte MdL insbesondere mit, dass es gelungen sei, den Landeszuschuss für das Aichwalder Seniorenzentrum sicherzustellen. Besonders erfreulich sei, daß trotz der aktuellen Sparmaßnahmen dieses Projekt noch zu den besseren Konditionen von 2003 gefördert werde. Weitere Themen ihres Berichts waren die Verwaltungsreform und die Bildungspolitik. Anschließend folgte der Bericht aus dem Gemeinderat durch den Fraktionsvorsitzenden Prof. Haug, der zunächst Frau Vossschulte für Ihren entscheidenden Einsatz bei der Erlangung des Landeszuschusses für das Seniorenzentrum dankte. Nun könnte man bereits im kommenden Frühjahr mit dessen Bau beginnen. Bei planmäßigem Verlauf der Bauarbeiten soll dieses Zentrum mit 25 Wohnungen, 35 Pflegebetten, sowie einer Begegnungsstätte im Sommer / Herbst 2005 in Betrieb gehen. Im übrigen berichtete Haug über die Haushaltslage der Gemeinde, die mittelfristig auch Steuererhöhungen unumgänglich machen könne, und über das geplante Sanierungsprogramm in Schanbach. In der Diskussion über die beiden Berichte machten zahlreiche Wortmeldungen deutlich, dass der Umfang der öffentlichen Ausgaben noch viel kritischer auf seine Notwendigkeit hin überprüft werden müsse. Dies gelte u.a. für die völlig ausufernden Sozialausgaben. Hierzu berichtete Kreisrat Haug, dass die Soziallasten des Landkreises Esslingen allein von 2002 auf 2003 um 40 Mio. € auf jetzt 140 Mio. € gestiegen seien.
Im Mittelpunkt des Rechenschaftsberichts des Vorstandes standen das beeindruckende Veranstaltungsprogramm der Aichwalder CDU in den letzten beiden Jahren. Haug würdigte dabei besonders die Leistung des Organisationskomitees. Dies sei auch die Grundlage für das hervorragende Aichwalder Ergebnis bei der Bundestagswahl und für den beachtlichen Zuwachs (von über 30 Prozent in den letzten zwei Jahren) in der Mitgliederentwicklung gewesen. Im Anschluß an diesen Bericht folgten Ehrungen für 30jährige Mitgliedschaft. Dieses Jubiläum hatte Manfred Bullin bereits im Jahre 2002. Bullin war eines der 7 Gründungsmitglieder, 14 Jahre Ortsvereinsvorsitzender und Mitglied des Gemeinderates. Ebenfalls geehrt wurde Ernst Diener, der seit 1984 Mitglied des Gemeinderates ist. Er war sehr lange als Schriftführer und Pressewart aktiv.
Der neue Vorstand der Aichwalder CDU auf einen Blick:
1. Vorsitzender: Prof. Dr. Volker Haug
2.Vorsitzende: Claudia Stickdorn
Kassier: Michael Baumann
Schriftführer: Hannelore Pfannenschmid
Organisation / Veranstaltungskomitee: Hans-Peter Pfannenschmid
Pressewart: Andreas Dimter
Beisitzer: Sieglinde Edlinger
Frank Köpf
Dr. Gernot Lukas

- Christa Vossschulte MdL

- Ehrungen 2004

- Vorstand 2004
Mai 2004
Kommunalpolitischer Abend Mai 2004: CDU/BL berichtet über aktuelle Fragen
Am 05.05.04 fand in der Aichschießer Gaststätte Linde der diesjährige kommunalpolitische Abend der Aichwalder CDU/BL - Fraktion statt. Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Volker Haug freute sich sehr, mit den über 50 Besuchern auch fast alle amtierenden CDU/BL-Gemeinderäte und zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten für den neuen Gemeinderat begrüßen zu können.
Im Mittelpunkt von Haugs Referat, mit dem die CDU/BL-Fraktion den Aichwalderinnen und Aichwaldern Rechenschaft über die zu Ende gehende Wahlperiode ablegte, stand das Thema "Riesengasleitung". Diese soll mit einem Durchmesser von 1,20 m und einem maximalen Druck von 100 bar einen Meter unter der Erde durch die Gemarkung Aichwald verlegt werden und in unmittelbarer Nähe der Wohngebiete der Ortsteile Aichschieß, Schanbach und Lobenrot vorbeiführen. Vielen Besuchern wurde erst jetzt klar, um welche Dimensionen es sich hierbei handelt, was für großes Unverständnis bezüglich der Informationspolitik seitens der Gemeinde sorgte. Weiter wurde über den aktuellen Planungsstand, den Raumordnungsbeschluss sowie über den weiteren rechtlichen Fortgang des Verfahrens informiert. Bei der anschließenden Diskussion war man sich einig, dass sich die Gemeinde entschieden für eine wohnortfernere Verlegung der Leitung einsetzen solle. Haug machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass die interessierten Bürgerinnen und Bürger auch selbst aktiv werden müssten, wenn etwas erreicht werden sollte. Denkbar sei beispielsweise - wie in Plochingen - eine Unterschriftenaktion, was sofort auf große Resonanz stieß. Haug kündigte daraufhin an, dass die CDU bei ihrem Stand beim Maimarkt sowie bei anderen Veranstaltungen entsprechende Listen auflegen werde.
Weitere Themen waren die Haushaltslage der Gemeinde, das geplante Seniorenzentrum in Schanbach und das in Planung befindliche Baugebiet für junge Familien in Aichschieß. Der Gemeindehaushalt leidet nach Haugs Worten unter den erheblichen Schwankungen der Gewerbesteuereinnahmen und zusätzlichen Dauerkosten. So seien allein durch zwei wichtige Projekte wie die neue Ortsbücherei und die Übernahme der Buslinie 114 kommunale Dauermehrkosten von rund 200.000 € pro Jahr entstanden. Mit dem Bau des Seniorenzentrums in Schanbach soll bereits im Sommer begonnen werden. Neben den 35 Pflegeplätzen soll es 27 betreute Wohnungen sowie eine Begegnungsstätte geben. Während die Pflegeeinrichtungen und Wohnungen über den Träger finanziert werden, wird die Begegnungsstätte von der Gemeinde finanziert. Die Fertigstellung ist für Ende 2005 geplant. Für das neue Baugebiet im Ortsteil Aichschieß sind nach dem städtebaulichen Entwurf 57 Wohneinheiten aus Doppel- und Reihenhäusern im Gebiet Knäuleshof vorgesehen. Mit der Erschließung soll 2005 begonnen werden.
Bericht aus Berlin Nov 2004, Markus Grübel: „es fehlt an allen Enden..."
Am 18.11.04 fand unter dem Motto "Bericht aus Berlin" die alljährliche Herbst-Veranstaltung der Aichwalder CDU im Gasthaus Linde in Aichschieß statt. Rund 25 interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzen die Möglichkeit, sich über aktuelle Reformen und zukünftige Änderungen aus erster Hand zu informieren.
Da der 1. Vorsitzende aus terminlichen Gründen zur Begrüßung nicht anwesend sein konnte, wurde diese vom Pressewart der Aichwalder CDU, Andreas Dimter, übernommen.
Als Referent für diese Veranstaltung konnte er den Bundestagsabgeordneten Markus Grübel begrüßen, der sich über die Einladung sehr freute und bedankte.
Bevor er auf die aktuellen Themen einging, forderte er nochmals alle Mitglieder auf, sich an der Mitgliederbefragung zur Wahl des nächsten Ministerpräsidenten zu beteiligen, da ein klares Ergebnis nötig sei.
Zum Thema Gesundheitsreform konnte Grübel berichten, dass sich CDU und CSU auf höchster Ebene einig geworden sind. Wie jedoch sieht nun das gemeinsame Model aus?
Die künftige Krankenversicherung beinhaltet kein Krankengeld und keinen Zahnersatz mehr.
Auf jeden Versicherten entfällt künftig ein Beitrag von 169,- €. Die persönliche Prämie beträgt 109,- €, der Anteil des Arbeitgebers beläuft sich auf 60,- € (6,5% des Lohnes). Kinder bleiben weiterhin beitragsfrei. Der Sozialausgleich erfolge über die Steuer.
Die von der SPD geplante Bürgerversicherung enthalte bis heute weder Details, noch Zahlen. Die FDP ist weiter für eine Privatversicherung. Heute jedoch ist schon eines klar: das momentane Modell überlebt nicht. Mit jährlich 200.00 Menschen weniger auf dem Arbeitsmarkt und immer mehr älteren Menschen wird auch die heutige Pflegeversicherung nach 2006 nicht mehr überleben. Somit wird eine kapitalgedeckte Vorsorge bei der jungen Generation immer wichtiger.
Peter Hartz hatte das Ziel, die Zahl der Arbeitslosen innerhalb von 2 Jahren um 2 Mio. zu reduzieren. Tatsächlich jedoch gehen weiterhin täglich 1.500 Arbeitsplätze verloren. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten allerdings 6.000 Arbeitsplätze pro Tag geschaffen werden. Und auch die vielen Ich - AGs werden wie ein Strohfeuer wirken, wenn diese nach 2 Jahren Insolvenz anmelden. Fachkreise gingen bereits von 5 Mio. Arbeitslosen im Februar 2005 aus. Mit Inkrafttreten von Hartz IV werden das Arbeitslosengeld und die Sozialhilfe künftig in einem geringeren Arbeitslosengeld II ausbezahlt. Bei den unter 55jährigen geschieht dies nach 12, bei den 55jährigen und älteren Arbeitnehmern nach 18 Monaten. Verwaltet wird dies in der Region von 4 Job-Centern mit Sitz in Esslingen, Nürtingen, Kirchheim und Leinfelden-Echterdingen. Verlierer dabei ist der Mittelstand, der viele Jahre verdient hat und erst sein Gespartes aufbrauchen muss. Sozialhilfeempfänger werden künftig besser gestellt sein.
Anstelle eines EU-Beitritts der Türkei halte die CDU, ebenfalls wie Frankreich, noch immer an einer privilegierten Partnerschaft fest. Die Aufnahme der Türkei in die EU hätte, neben Kosten von 10 Mrd. €, aufgrund der gegebenen Struktur, eine Völkerwanderung zur Folge. Neue EU-Außengrenzen zu Irak, Iran, Syrien und dem Kaukasus würden entstehen. In Deutschland selbst sei die Integration bis heute nicht voll gelungen, was sich an der intakten Parallelgesellschaft zeige.
Am Ende seines interessanten Vortrages wurden durch Markus Grübel Fragen der Gäste beantwortet.
Besonderer Dank gilt allen Gästen unserer Veranstaltung für ihr Kommen, sowie der Gaststube Linde für die hervorragende Bewirtung.
März 2005
Landespolitischer Abend CDU Aichwald März 2005
„Mit Deutschland geht es abwärts..." -
Am 9. März hatte die Aichwalder CDU zum Landespolitischen Abend mit Landtagsvizepräsidentin Christa Vossschulte eingeladen. Zahlreiche interessierte Gäste waren dieser Einladung gefolgt. In seiner kurzen Begrüßung hob der Aichwalder CDU-Vorsitzende, Prof. Dr. Volker Haug, die vielfältige Unterstützung von Aichwalder Zielen durch Frau Vossschulte hervor. Beispielhaft erwähnte er nicht nur das aktuelle Problem der Trassenführung bei der Süddeutschen Erdgasleitung, sondern auch die Landeszuschüsse für die Ortsbücherei und das Seniorenzentrum.
Zu Beginn Ihres Berichtes ging Frau Vossschulte auf die Erdgasleitung ein. Sie versicherte, dass sie in ständigem Kontakt mit den Vorhabensträgern und dem Regierungspräsidium stehe und alles dafür tun werde, damit die Aichwalder Bürger auch in Zukunft ruhig schlafen könnten.
Weit mehr schlaflose Nächte hingegen müssen die Finanzminister der Länder ertragen. Damit war Vossschulte beim zentralen Thema ihres Vortrags: bei der Haushaltslage. Durch die seit 1999 sinkenden Steuereinnahmen wird die Deckungslücke im Landeshaushalt, trotz ständiger Einsparrunden, immer größer. Baden-Württemberg braucht mehr Steuereinnahmen, was bei zunehmenden Insolvenzen und Betriebsschließungen immer schwieriger werde. Einsparungen erfolgen vorrangig im Personalbereich, der 43% des Gesamthaushaltes ausmache. Dies erfolge durch längere Arbeitszeiten und Stelleneinsparungen in der Verwaltung. Keine Einstellungssperre hingegen gibt es bislang in den Bereichen Justiz, Lehrer und Polizei. Unser Bundesland habe die geringste Anzahl an Straftaten und die höchste Aufklärungsquote.
Der Schuletat umfasse ein Viertel des Gesamthaushaltes. Bei der Pisastudie liege Baden-Württemberg international sogar im obersten Drittel. In anbetracht dieses Ergebnisses sei diese Investition in das Schulsystem und Bildung in Ordnung. Die durch das Bundesverfassungsgericht genehmigten Studiengebühren seien dringend notwendig, da das Land den Hochschulen keine zusätzlichen Mittel zur Qualitätsverbesserung zur Verfügung stellen kann. Weiter werden diese zu kürzeren Studienzeiten und Effektivität führen, was zu einer weiteren Attraktivitätssteigerung führt.
Die Imagekampagne des Landes habe eine Verstärkung der innerdeutschen Zuwanderung nach Baden-Württemberg bewirkt.
Der erwartete Aufschwung lasse jedoch weiterhin auf sich warten. Die Schwierigkeiten und Folgen dieser negativen Entwicklung zeigen sich schon heute bei der Altersversorgung. Die zunehmende Zahl der Arbeitslosen verschärfe dieses Problem noch mehr.
Im Anschluss an ihren Vortrag ging Frau Vossschulte auf die Fragen der Besucher ein. Diskutiert wurde u. a. über die gestiegenen Energiepreise sowie über Schreckensszenarien einer weiter anhaltenden finanziellen Negativentwicklung.
Die Aichwalder CDU dankt ihren Gästen für ihren Besuch und die interessanten Gesprächsbeiträge. Ebenfalls an dieser Stelle nochmals vielen Dank für die hervorragende Bewirtung in der Gaststätte „Linde" in Aichschieß.

