CDU-Neujahrstreffen 2005 mit Ministerpräsident Erwin Teufel

Erwin Teufel: „Der Reichtum dieses Landes sind die Menschen",

Ministerpräsident spricht beim CDU-Neujahrstreff Jan 2005 in Aichwald

Bei ihrem traditionellen Neujahrstreff konnte die Aichwalder CDU dieses Jahr mit dem amtierenden Ministerpräsidenten einen besonders prominenten Redner aufbieten. Der 1. Vorsitzende Prof. Dr. Volker Haug nannte den Besuch von Erwin Teufel in seiner Begrüßung „eine besondere Freude und Ehre für die Gemeinde und den CDU-Ortsverband". Rund 250 Besucher waren in die Schurwaldhalle geströmt, darunter Landtagsvizepräsidentin Christa Vossschulte, Bürgermeister Richard Hohler, zahlreiche Mitglieder des Gemeinderates, Vertreter der Aichwalder Unternehmen und Vereine sowie der benachbarten CDU-Ortsverbände.

In seinem kurzen Jahresrückblick ging Haug auf die Flutkatastrophe ein, die jetzt „die Solidarität aller mit den betroffenen Menschen" nötig mache. Die CDU habe daher entschieden, ihren Überschuss aus dem Abend für die UNICEF-Nothilfe zu spenden. Für das angebrochene neue Jahr forderte der Vorsitzende wieder mehr Eigeninitiative, mehr gesunden Menschenverstand und weniger Gesetze, Verordnungen und Vorschriften. Sonst werde die Gesellschaft an ihrer massiven Überregulierung ersticken.

In ihrem Grußwort stellte Frau Vossschulte fest, dass die Bürger aufgrund der jahrelangen Überversorgung verzagen und nicht mehr an ihre eigenen Kräfte glauben. Erst wenn jeder mit der Lösung seiner Probleme bei sich selbst anfange, anstatt sofort nach Leistungen der öffentlichen Hand zu rufen, könne es wieder aufwärts gehen. Für das neue Jahr wünschte sie allen Glück und besonders Mut.

Erwin Teufel, der bereits zuvor mit stehendem Applaus empfangen wurde, betonte einleitend die bemerkenswert hohe Lebens- und Wohnqualität auf dem Schurwald. Auch der Ministerpräsident ging auf die gewaltige Flutkatastrophe ein, die eine weltweite Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst habe. „Es steckt viel gutes in den Menschen", so Teufel. Er plädierte dafür, dass auch andere globale Probleme - wie etwa die Hungersnot in vielen Teilen der Welt - durch das geschlossene Engagement der reichen Länder gelöst würden. An den Menschen in Baden-Württemberg schätze er ihre Heimatverbundenheit und Weltoffenheit zugleich. Der Reichtum dieses Landes sind die Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht. Berufsqualifikation sei für den Dienst an der Gemeinschaft wichtig. Dafür sei Bildung entscheidend, was mehr ist als Wissen. Es komme auf die Ressource Geist an, die im Elternhaus in der Prägephase durch die Bezugspersonen vermittelt werden muss. Baden-Württemberg habe deshalb die bundesweit höchsten Forschungsausgaben. Dennoch sei Deutschland beim Wirtschaftswachstum das Schlusslicht aller EU-Staaten. Dafür machte Teufel den zu hohen Freizeitanteil verantwortlich und kritisierte die Wochenarbeitszeitverkürzung als Fehler. Es sei unumgänglich, wieder mehr Anstrengungen zu leisten, um das hohe Lohnniveau halten zu können. Durch die Globalisierung werde die Welt zu einem Markt, auf dem Transportkosten eine zu vernachlässigende Größenordnung einnehmen.

In ihrem Schlusswort dankte die 2. Vorsitzende der Aichwalder CDU, Claudia Stickdorn, Erwin Teufel für den "Blick über den Tellerrand". Ihrer Einladung zu einem Imbiss und Gesprächen folgten die Besucher bis spät am Abend. Diesen Neujahrsempfang wertete CDU-Chef Haug als „eine Sternstunde für die Aichwalder CDU".

Gruppenbild mit dem Vorsitzenden des Ortsverbands Prof. Dr. Volker Haug, der Landtagsvizepräsidentin Christa Vossschulte MdL und dem Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Erwin Teufel MdL
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