Januar 2002
Neujahrsempfang der Aichwalder CDU
"Ehrenamt - mehr Amt als Ehre?", das war das diesjährige Thema unseres Neujahrsempfangs vom 16.01.2002, zudem viele interessierte Bürgerinnen und Bürger erschienen.
Der offiziellen Begrüßung durch den Parteivorsitzenden, Herrn Dr. Volker Haug, folgte zugleich ein Rückblick auf das vergangene Jahr. Er verwies auf die Veranstaltungen der Aichwalder CDU, sowie besonders auf die Ereignisse des 11. Septembers. "Dadurch seien Risse im Sicherheitsgefühl der Bevölkerung entstanden", so Haug. Weiter machte er auf die bevorstehende Bundestagswahl am 22. September 2002 aufmerksam, bei der die rot-grüne Bundesregierung abgelöst werden müsse.
Besonders begrüßte er den neuen Bundestagkandidaten für den Wahlkreis Esslingen, Herrn Notar Markus Grübel.
Er zeigte sich zuversichtlich, daß die CDU mit Grübel das Direktmandat wieder zurückgewinnen werde. Daraufhin übergab er das Wort an den Referenten, Landrat Heinz Eininger, der 8 Jahre als Bürgermeister in Kirchheim / Teck tätig war. Auch er machte sehr deutlich, daß "die Ereignisse des 11. Septembers nicht zu verharmlosen sind!"
Dieses Thema sei hochaktuell, zumal der Weltfrieden in Gefahr ist und Deutschland mit den Bundeswehrsoldaten "mittendrin steht". Weitere Sorgen der Bevölkerung seien auch die wirtschaftliche Entwicklung, besonders das zurückgehende Wirtschaftswachstum. Auf der anderen Seite habe das Land Baden Württemberg steigende Soziallasten. Allein für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurden 50 Mio. € ausgegeben. Die Stimmung im Land ist dennoch positiv, obwohl vielmals Neues als Bedrohung angesehen wird. Positiv sei zumindest die Euroeinführung von statten gegangen.
Wichtiger denn je sei die Geschlossenheit der CDU in Fragen der Wirtschafts-, Steuer- und Rentenpolitik. Wichtige Punkte seien auch die Themen Zuwanderungspolitik und innere Sicherheit.
Besonders wichtig sei es nun auch, aus der Pisa-Studie die richtigen Schlußfolgerungen zuziehen. Allein für den Aus- und Neubau der Schulen sollen in den nächsten fünf Jahren 30 Mio. Euro bereit gestellt werden.
Eine tragende Stütze für all diese Aufgaben ist das ehrenamtliche Engagement. Dies sei eine Daueraufgabe und muß gefördert werden, da Bürgerengagement die Gesellschaft trägt und stützt - dies schaffe neue Qualitäten. 40 Prozent der Bürger in Baden Württemberg engagieren sich in Vereinen.Hierbei müssen besonders die Altersklassen unterschieden werden:
Die 35 - 50jährigen verfolgen andere Ziele wie z.B. Familie oder Beruf.Hier hat sich das freiwillige Engagement dahin gehend verändert, daß Ehrenamt einem selbst etwas bringen muß und nicht vom Helfersyndrom getrieben wird. Ehrenamt muß dabei eher heißen: ich kann / darf etwas tun - nicht ich muß!
Anders sieht es in der Altersklasse der 16 - 25jährigen aus.
Hier hat eine Umfrage ergeben, daß der treibende Faktor neue Erfahrungen, neue Freunde, das Recht auf Mitbestimmung und das Ergebnis für die Gesellschaft sind. Ehrenamtliches Engagement hat aber auch nur dann Platz, wenn es ihnen Freude macht und jederzeit kündigbar ist. Es muß etwas ideelles bringen - kein Geld.
Daraus folgernd muß dieses Engagement höher anerkannt werden, erkannte Fähigkeiten gefördert und Angebote zum Mitmachen aufgezeigt werden.
Weiter bedeutet dies, daß Leistung auch im Zeugnis bescheinigt werden muß und im Einzelfall vom Unterricht freizustellen ist.
Im Anschluß an den Vortrag fand eine muntere Diskussion zwischen den Besuchern und dem Landrat Heinz Eininger statt.
Weiter bedanken wir uns bei Herrn Markus Grübel, Bürgermeister Hohler, Kreisvorstand Bauer und dem Gemeinderat Ernst Diener für ihr Kommen.