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27.10.2017

CDU will die bürgerliche Mitte wieder besser ansprechen

Michael Hennrich MdB, Thaddäus Kunzmann, Elmar Müller, Udo Goldmann, Edwin Nagel, PStS Markus Grübel MdB

Die beiden Abgeordneten Michael Hennrich und Markus Grübel und der Kreisvorsitzende Thaddäus Kunzmann

Offene Diskussion des Wahlergebnisses beim CDU-Kreisparteitag in Neuhausen

Wie kam das Ergebnis der Bundestagswahl zustande – und was können wir als CDU künftig besser machen? Das war Thema eines Kreisparteitags des CDU-Kreisverbands Esslingen am 25. Oktober in Neuhausen auf den Fildern.

Michael Hennrich MdB gab einen Abriss über die Geschehnisse des Wahljahres und strategische Entscheidungen im Wahlkampf. Für die Zukunft betonte er, dass es wichtig sei, dass wir „nicht zu irgendwelchen Formelkompromissen kommen“, sondern klare Ergebnisse für das Land formulieren.

Der Parlamentarische Staatssekretär Markus Grübel MdB ging im Anschluss konkreter auf die Themen an, die in den Sondierungen diskutiert werden. Zum Familiennachzug subsidiär Schutzberechtigter machte er deutlich: „Als Union sind wir der Meinung, dass es bei der Aussetzung bleiben soll“. Eine Koalition so unterschiedlicher Partner könne darüber hinaus nur funktionieren, wenn man sich gegenseitig auch Erfolge gönnen kann.

In der Diskussion legten die Parteimitglieder den Schwerpunkt darauf, wie es uns als Partei gelingen kann, die bürgerliche Mitte wieder besser anzusprechen. Viele Beiträge liefen auf die Frage hin, wie die CDU wieder deutlicher machen kann, wofür sie steht. Eine Antwort darauf gab ein Antrag der Jungen Union, den der CDU-Kreisverband mit großer Mehrheit annahm. Demnach sind drei Schritte notwendig: Erstens eine ehrliche Wahlanalyse auf dem kommenden Bundesparteitag, zweitens ein Prozess für ein neues Grundsatzprogramm, um die Diskussionskultur in der Partei wieder zu stärken, sowie drittens das Anstoßen eines kontinuierlichen Verjüngungs- und Erneuerungsprozesses.

Der Kreisvorsitzende Thaddäus Kunzmann hat in seinem Beitrag die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Richtungsdiskussionen gestellt. Die Frage, was konservativ sei, müsse jeder für sich selbst beantworten und diese Antwort falle individuell höchst unterschiedlich aus. Wichtig sei, dass die Politik der CDU zuverlässig sei. Verlässlichkeit sei eine konservative Tugend. Er kritisierte zudem den „unpolitischen Wohlfühlwahlkampf“ der CDU in einer Zeit, in der die Wähler von uns eigentlich Antworten erwarten. Kunzmann: „Der Bürger hat das Recht auf den politischen Streit.“

Bereits zuvor hatte Thaddäus Kunzmann drei Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft geehrt: Bürgermeister a. D. Udo Goldmann ist seit 40 Jahren Mitglied der CDU. Er war vier Jahre lang Kreisvorsitzender und vertrat den Landkreis 15 Jahre in der Regionalversammlung, darunter 7 Jahre als Sprecher der CDU im Planungsausschuss. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Ehrenkreisvorsitzende Elmar Müller gehört seit 50 Jahren zu unserer CDU. Als Landesgeschäftsführer der Jungen Union, Kreisgeschäftsführer und später zweimaliger Kreisvorsitzender hat er unseren Kreisverband maßgeblich geprägt. Als postpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat er den Weg der Post zu einem Kommunikationsunternehmen, das im Wettbewerb steht, vorbereitet und begleitet. Edwin Nagel aus Neuhausen gehört zur Gründergeneration der CDU. Er trat vor 65 Jahren der CDU bei und hat den Neuhäusener Verband mit begründet.

 
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