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02.05.2016

Strobl berichtet beim Kreisparteitag

Thaddäus Kunzmann eröffnete den Kreisparteitag in Plochingen

135 Mitglieder waren in den historischen „Waldhorn-Saal“ gekommen, um über den Koalitionsvertrag zu diskutieren

Der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl stellte den Koalitionsvertrag vor und stellte sich den Fragen der Mitglieder

Im Anschluss wurde die Diskussion mit den Landtagsabgeordneten Andreas Deuschle und Karl Zimmermann fortgesetzt

Am Ende des Abends bedankte sich PStS Markus Grübel MdB bei Thaddäus Kunzmann für dessen Arbeit im Landtag

Waldhorngaststätte in Plochingen bietet den Kreismitgliedern einmal mehr Raum für wichtige Entscheidungen in Sachen Landespolitik

Quasi frisch weg vom Verhandlungstisch mit dem künftigen Regierungspartner kam am Tag nach dem nationalen Feiertag, dem Tag der Arbeit, der Landesvorsitzende Thomas Strobl zum Kreisparteitag nach Plochingen. Zwei Fernseh- und ein Radiosender waren schon deutlich früher vor Ort, um die Stimmung an der Basis einzufangen. Einige der 135 anwesenden Mitglieder gaben mehr oder weniger klar zu verstehen was sie von den Koalitionsverhandlungen des künftigen Juniorpartners am Stuttgarter Regierungstisch, der eigenen Partei – der CDU – hält. Man sei eher positiv gespannt abwartend als abweisend, so die mehrheitliche Meinung. Mit eher verhaltenem Applaus wurde dann auch Thomas Strobl bei seinem Eintreffen in der altehrwürdige Waldhorn-Gaststätte willkommen geheißen.

Noch ganz Feuer und Flamme von den aus seiner Sicht sehr erfolgreich verlaufenden Gesprächen mit den Grünen gab Strobl für den am Samstag 6. Mai anstehenden Landesparteitag die Parole aus: „Dem Verhandlungsergebnis kann mit guten Gewissen beim Landesparteitag zugestimmt werden.“

Fest machte Strobl dies an den vielen christdemokratischen Forderungen, die es in den Koalitionsvertrag geschafft hätten. Beispielsweise 1.500 neue Polizisten, Aufwertung der Grundschulempfehlung, Stärkung der Realschulen, Verbesserung bei den Internetverbindungen vor allem im ländlichen Raum, Aufhebung der Eingangsgehaltsabsenkung bei Lehrern, keine Sonderopfer für Beamte, kein Gesundheitspass für Flüchtlinge. Den größten Erfolg sieht er jedoch beim „ziemlich sensationellen Kinderpass“. „75 Euro, Monat für Monat, cash. Das sind gut 100 Millionen Euro – Jahr für Jahr! Damit stützen wir die Familien.“ Selbstredend, dass es dafür mehr als nur wohlwollenden Applaus gab. Auch die „Rückgewinnung des Ministeriums für den ländlichen Raum, das inzwischen letzte seiner Art in der Bundesrepublik“ erfülle ihn mit Zufriedenheit.

Deutlich differenzierter fiel die anschließende Diskussion aus. Trotz aller Ungewissheit bei der detaillierten Umsetzung der Verhandlungserfolge, denn schließlich stünden zahlreiche Punkte unter einem Finanzierungsvorbehalt des künftigen grünen Finanzministers, sieht Strobl jedoch keineswegs die Gefahr „einer Verzwergung der CDU“.

Wie erfolgreich das vom Landesvorsitzenden Strobl maßgeblich verhandelte künftige Regierungspapier vom CDU Kreisverband Esslingen bewertet wurde, machte sich durch die den Abend beschließenden Abstimmung deutlich, an der noch 121 Mitglieder teilnahmen. 93 Ja-, 20-Neinstimmen und 8 Enthaltungen wurden notiert. Dies entspricht mit einer Zustimmungsquote von 82,3 Prozent „mehr als manch einer zu Beginn des Abends erwartet hatte“, so der Kreisvorsitzende Thaddäus Kunzmann. Seine Schlussbemerkung „Freunde – jetzt gilts!“ war denn auch eher an seine Nebensitzer, die beiden Landtagsabgeordneten Andreas Deuschle und Karl Zimmermann, sowie an den Bundestagsabgeordneten Markus Grübel gerichtet, als an die Kreismitglieder. (tvb)

 
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