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17.08.2015

CDU Kreisverband Esslingen beschließt eigenes Positionspapier zur Windenergie

(npw/tvb) In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Vorstand der CDU Kreisverband Esslingen das vom Arbeitskreis Windenergie vorgelegte Positionspapier beschlossen. Danach sprechen sich die Christdemokraten im Kreis für die Nutzung von Windenergie aus, machen aber deutlich wo die Grenzen liegen sollten.

Der im Herbst letzten Jahres beim Kreisparteitag in Esslingen-Zollberg an den Arbeitskreis Windenergie gestellte Auftrag lautete "Erarbeitung einer eigenen Beschlussvorlage für die Gremien, die die Landtagswahl 2016 vorbereiten". Nach nunmehr neun Monaten legte das von Natalie Pfau-Weller, Stadträtin in Kirchheim-Teck und dortige Zweitkandidaten für die kommende Landtagswahl, geleitete Gremium seine Empfehlungen vor. Danach spricht sich der CDU Kreisverband Esslingen klar für folgende Voraussetzungen zur Nutzung der Windenergie aus:
•    eine Windhöffigkeit, die die Wirtschaftlichkeit gewährleistet,
•    keine Rodung von großflächigen Waldflächen, da dadurch das Ökosystem empfindlich gestört wird,
•    keine Zerstörung von schützenswerten Naherholungsgebieten, da in unserer dicht besiedelten Region die Menschen Ausgleichsflächen zur Erholung benötigen,
•    Mindestabstand zu europäischen Vogelschutzgebieten von 1.200 m (entsprechend der Empfehlung der staatlichen Vogelschutzwarten),
•    keine Entstehung einer Galeriewirkung der Windkraftanlagen,
•    Mindestabstand der Windräder zur Wohnbebauung in 10-facher Nabenhöhe
•    keine Bedenken der Flugsicherung gegen den Standort auch über den grundsätzlich geforderten Mindestabstand von 15 Kilometern.
Kreisverbandsvorsitzender Thaddäus Kunzmann und Natalie Pfau-Weller begründen den Vorstandsbeschluss: „Der CDU Kreisverband Esslingen fühlt sich dem von der CDU Bundestagsfraktion mitinitiierten Bundestagsbeschluss vom 7. Oktober 2010 verpflichtet, nach dem der Bewahrung der biologischen Vielfalt eine zentrale Schlüsselrolle für das Wohlergehen heutiger und künftiger Generationen zukommt. Danach muss die biologische Vielfalt als biologisches Kapital im Kampf gegen den Klimawandel verstanden werden. Artenschutz ist gegenüber der Einsparung von CO2 nicht nachrangig, sondern gleichrangig.“

Der Verband Region Stuttgart diskutiert im Moment über 77 Vorranggebiete in der Region. Mitte Juli 2015 wurde nochmals das Für und Wider einzelner Standorte im Planungsausschuss diskutiert. Derzeit finden auf Initiative der CDU-Fraktion in der Regionalversammlung öffentliche Ortsbegehungen statt, bei denen vor allem die Bürger und Entscheidungsträger vor Ort gehört werden. Über die endgültigen Standorte will die Regionalversammlung am 30. September entscheiden.

Von den acht geplanten Gebieten im Landkreis Esslingen ES-02 Sümpflesberg – Lichtenwald, ES-03 Burgstall/Kaiserstraße/Weißer Stein – Stadt Esslingen, Altbach, Plochingen, ES-04 Probst – Reichenbach an der Fils, ES-06 Rotenhau – Wernau/Hochdorf, ES 08 Hörnle-Trautenreute – Nürtingen, ES-09 Harlanden/Reute/Bei den Schirmen – Schlaitdorf, ES-12 Hammetweil – Neckartenzlingen, ES-A Lindorf-Rübacker – Wendlingen steht der Kreisvorstand den drei Gebieten ES-06, ES-A, ES-12 kritisch gegenüber. Bei ES-03 und ES-12 meldet die Flugsicherung erhebliche Bedenken an. Das Gebiet ES-04 Probst sollte aufgrund mangelnder Größe und seiner bisherigen Nutzung als Naherholungsgebiet nicht weiterverfolgt werden.

Mitglieder der Arbeitsgruppe Windenergie:
Andreas Bewer, Sieglinde Edlinger, Prof. Dr. Volker Haug, Natalie Pfau-Weller, Karin Pflüger, Philipp Reuff, Lars Weller.

 

Das komplette Positionspapier des Arbeitskreises im Download
(PDF mit 136 KB - hier klicken).

 

Und das sagt die Junge Union Kirchheim zum Thema

„Wir haben den Kampf gegen Windmühlen gewonnen“
(PDF mit 178 KB - hier klicken)

 
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