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12.10.2014

Kunzmann führt CDU-Kreisverband in die Landtags-Vorwahlzeit

Kreisvorsitzender Thaddäus Kunzmann MdL

Viele CDU-Mitglieder im Waldheim Zollberg

Tagungsleiter Markus Grübel MdB

Ehrung für 65-jährige Mitgliedschaft für Rupert Hartmann

Grußwort von Guido Wolf

Guido Wolf und Thaddäus Kunzmann

Ein fast vierstündiger Kreisparteitag beschert den Christdemokraten im Kreis Esslingen neben einem neuen Vorstand auch einen tiefen Einblick in die mögliche zukünftige Landespolitik - sollte der in 2016 zu wählende Ministerpräsident dann Guido Wolf heißen.

Der Neue ist der Alte
Beim Kreisparteitag des CDU Kreisverbandes in Esslingen-Zollberg am vergangenen Samstag standen nach dem Totengedenken und den Rechenschaftsberichten, die teilweise bereits von der Lust auf einen Führungswechsel in der Landespolitik geprägt waren, Vorstandswahlen an. Kreisvorsitzender bleibt der Nürtinger CDU-Landtagsabgeordnete Thaddäus Kunzmann. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter weiterhin Karin Pflüger aus Esslingen und die neu ins Gremium gewählte Ilona Koch aus Leinfelden-Echterdingen. Aus Filderstadt kommen die ebenfalls wiedergewählten Thorwald Teuffel von Birkensee als Pressereferent und Erhard Alber als CDU-intern-Beauftragter. Bestätigt wurden als Schatzmeister Erwin Hees aus Reichenbach, als Schriftführer Benedikt Chrobak aus Nürtingen, als Beauftragter für Bürgermeisterwahlen Thomas Auerbach aus Kirchheim u. Teck und als Internetbeauftragter Hannes Griepentrog vom Stadtverband Esslingen. Den auf zwei Jahre gewählten Vorstand komplettieren als Beisitzer Christa Vossschulte (Esslingen), Apostolos Kelemidis (Denkendorf), Natalie Pfau (Kirchheim), Tim Hauser (Esslingen), Patrick Glaser (Denkendorf), Andreas Bettelhäuser (Wernau), Andreas Müller (Lichtenwald), Dr. Rainer Roos (Neuhausen), Sven Haumacher (Notzingen) und Margot Kemmler (Esslingen). Geleitet wurden die Wahlen vom Parlamentarischen Staatssekretär und Bundestagsabgeordneten Markus Grübel aus Esslingen.

Seit 65 Jahren bei der CDU
Für 65 Jahre CDU-Mitgliedschaft wurde Rupert Hartmann aus Esslingen geehrt. Kreischef Kunzmann bemerkte in seiner Laudatio, dass der rüstige 84-jährige nicht immer der Bequemste für die CDU war, aber sich stets offen für die Ideale und Ziele der Partei eingesetzt hat und dies auch heute noch tut. So ließ es sich der Geehrte nicht nehmen ein paar wenig schmeichelhafte Worte über die Linke im Bundestag zu verlieren. Im Anschluss wurden die Namen zahlreicher weitere Mitglieder für ihre 50- bzw. 40-jährige Treue zur CDU vorgelesen, deren Ehrungen Anfang November in Wendlingen stattfinden wird.

Guido Wolf im Wahlkampfmodus
Ein weiterer Höhepunkt des Kreisparteitages war der über einstündige Auftritt von Gudio Wolf. Der amtierende Landtagspräsident und frühere Bürgermeister in Nürtingen bewirbt sich derzeit um den Spitzenplatz der Christdemokraten für die Landtagswahl 2016.
In einer an Themen reichen und sehr humorvollen Rede verstand er es auf das Beste die Mitglieder zu begeistern. So warnte er die Baden-Württemberger vor weiteren Experimenten von Grün-Rot insbesondere in Wirtschafts-, Infrastruktur- und Bildungsfragen.
Keinerlei Verständnis findet er für das Vorgehen der Landesregierung beim Umgang mit Asylanten und Flüchtlingen, wenngleich er in dieser Frage Ministerpräsident Winfried Kretschmann für dessen jüngsten Vorstoß in Berlin lobte. Doch bei der Landtagswahl kann der Wähler eben nicht den Ministerpräsidenten wählen, sondern hat über das Wahlprogramm dessen Partei und deren Kandidaten abzustimmen. Selbstredend, dass Wolf hier insbesondere die unverantwortliche Haushaltsführung und die damit einhergehende Neuverschuldung anprangerte.
Beim Thema Verkehrspolitik in Baden-Württemberg sieht Wolf nur ein Problem - Verkehrsminister Winfried Hermann. Dieser würde quasi alles verhindern was dem Land als gutem Wirtschaftsstandort nutze.
Zur grün-roten Bildungspolitik merkte der sichtlich gut gelaunte und sich bereits im Wahlkampfmodus befindliche Wolf an, dass Gemeinschaftsschulen auf Sicht kein Allheilmittel seien. Sein Ansatz für eine künftige CDU-Bildungspolitik liegt in der Weiterentwicklung der jahrzehntelang erfolgreichen Unterschiedlichkeit der Bildungswege, die der Individualität der Menschen entspricht. Bildungswillige sollen nicht bevormundet sondern dort gestärkt werden wo es ihnen und somit dem Land nutzt.
Wolf will nicht nur die CDU wieder in Regierungsverantwortung führen, sondern auch Baden-Württemberg zurück an die Spitze im nationalen Vergleich der Bundesländer bringen. In der seiner Rede anschließenden Fragerunde bekannte sich Guido Wolf zu Notwendigkeiten in Sachen Polizeireform. Ja, Kompetenzbündelung sei richtig und ja, es soll mehr Polizisten auf der Straße geben, aber bitte nicht in der jetzigen Form, wo Polizeikräfte oft stundenlang unterwegs sind, bevor sie ihren Arbeitsplatz oder Einsatzort erreichen. Wie ungünstig sich das auf den Bürger auswirkt, wäre bereits jetzt am Anstieg der Kriminalität im Land erkennbar.
Minutenlanger Applaus der fast 130 Anwesenden zeugte davon, dass Guido Wolf den richtigen Themenmix und die richtige Worte getroffen zu haben schien.

Nach dem Kreisparteitag ist vor dem Kreisparteitag
Bereits am 21. Oktober erwartet an gleicher Stätte der Kreisverband Esslingen den CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl. Anfang Dezember werden die baden-württembergischen Christdemokraten in einer Urwahl über den Spitzenkandidaten ihrer Partei für die Landtagswahl 2016 abstimmen. Zur Wahl stehen Guido Wolf und Thomas Strobl.

 
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