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18.01.2014

„Sensationell gutes Ergebnis“ als Basis für 2014

KREIS ESSLINGEN: CDU-Kreisverband sieht sich gestärkt für das Wahljahr - Schwerpunkt Bildungspolitik

 

 

Bei der Bundestagswahl habe die CDU im vergangenen Jahr „zurückgefunden zu alter Stärke“, stellte der CDU-Kreisvorsitzende Thaddäus Kunzmann bei der Jahrespressekonferenz des Kreisverbandes erfreut fest. Erziele seine Partei bei der Europawahl im Mai ein ähnlich gutes Ergebnis, würde mit Apostolos Kelemidis erstmals ein Vertreter aus dem Kreis Esslingen ins Europaparlament einziehen.

Von Klaus Harter

Am 25. Mai werden Gemeinderäte, der Kreistag, das Regional- und das Europaparlament gewählt. Roland Klenk, Oberbürgermeister in Leinfelden-Echterdingen, ist im Kreis Esslingen Spitzenkandidat der CDU für die Regionalwahl. Er sei seit zehn Jahren „aus Überzeugung“ Regionalrat, denn wichtige Themen ließen sich nicht mehr auf lokaler oder Landkreisebene regeln. „Große Erfolge“ bescheinigte er der Region bei den „Hauptthemen“ Regionalplan und öffentlicher Nahverkehr. Beispielhaft nannte er die Fortführung der Stadtbahnlinie U 6 zur Messe und der S-Bahn nach Neuhausen. Allein mit neuen Straßen könne man „den Makel Stau-Region“ nicht los werden. Um die Innenstädte zu erhalten, sei es nötig, die Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel zu steuern. Auf europäischer Ebene müsse die Region mehr als bisher tätig werden. Hier könne sie ein wichtiger Dienstleister für Kommunen sein.Dass mit Apostolos Kelemidis zum ersten Mal ein Mitglied des Kreisverbands auf die Liste zur Europawahl stehe, ist für Kunzmann „ein schöner Erfolg“. Auf Platz 7 habe der 47-jährige Denkendorfer eine realistische Chance, ins Europaparlament einzuziehen. Derzeit säßen dort nur sechs CDU-Abgeordnete aus Baden-Württemberg, davor seien es aber mehr gewesen. Der geschäftsführende Gesellschafter der Kelemidis Getränke GmbH und Co. KG in Untertürkheim wurde in Stuttgart als Grieche geboren, besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und sagt: „Ich bin eigentlich ein Europäer.“ Europa sei die Lösung der aktuellen Krisen, „nicht die Ursache“, betont er und fordert: „Wir müssen an einer politischen Union arbeiten.“

„Differenzierte Realschule“

Ein Schwerpunkt für die CDU im Kreis ist die Bildungspolitik. Der Kreisfachausschuss Bildung entwickelte das Modell einer „differenzierten Realschule“. Die Hauptschule sei „faktisch verschwunden“, sagte der stellvertretende Kreisvorsitzende Thomas Auerbach. Daher hätten Realschulen „eine bunte Mischung“ von Schülern. Schwächere sollten die Möglichkeit erhalten, hier den Hauptschulabschluss zu machen. Da die Berufsorientierung wichtig sei, sollten sich auch berufliche Realschulen bilden können. Nicht jeder Ort werde mehr eine weiterführende Schule haben. In der Schulentwicklung müsse man mehr als bisher regional denken, sagte Auerbach.

Angesichts der großen Aufgaben fiel Kunzmanns Rückblick auf 2013 eher knapp aus, aber dennoch euphorisch: Das Ergebnis der Bundestagswahl „war im Landkreis sensationell gut“. Markus Grübel und Michael Hennrich hätten sogar mehr Erststimmen erhalten als die Kandidaten in den 80er-Jahren. Zum Koalitionsvertrag habe es in der Mitgliederversammlung kritische Stimmen gegeben, aber die große Mehrheit habe das Verhandlungsergebnis mit der SPD positiv aufgenommen. Bereits im Vorfeld der Bundestagswahl hätten die Mitglieder „vieles sehr kontrovers diskutiert“. Generell ist dem Kreisvorsitzenden wichtig, „dass wir die Mitglieder weiter in die politische Diskussion einbinden“.

Kunzmann freute sich, dass der Kreisverband mit Birgül Akpinar wieder eine Vertreterin im Landesvorstand habe. Sie mit türkischen und Kelemidis mit griechischen Wurzeln zeigten: „Die CDU öffnet sich für Zuwanderer, und das ist auch gut so“, sagte er. Offen für Nichtmitglieder sei die CDU bei der Aufstellung der Listen für die Kommunalwahl. Fast kein Ortsverein habe nur Mitglieder auf dem Wahlzettel.

 
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