Sie sind hier: › Aktuelles 
18.01.2014

Europa ist auch etwas für Idealisten

Jahresauftakt des CDU-Kreisverbands vom Wahljahr 2014 geprägt – Kandidaten für Europa- und Regionalparlament stellen sich vor

Traditionell zum Jahresanfang hat gestern der CDU-Kreisverband Esslingen zum Pressegespräch eingeladen. Im Wahljahr 2014 dreht sich denn auch fast alles um die Gemeinderats-, Kreistags-, Regional- und Europawahlen.



Unser Bild zeigt von links Oberbürgermeister Roland Klenk, Spitzenkandidat zur Wahl der Regionalversammlung, Apostolos Kelemidis, Kandidat für die Europawahl, sowie Thaddäus Kunzmann, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes, im Restaurant Zur Linde in Oberboihingen. Foto: gki

OBERBOIHINGEN. Die Bundestagswahl im letzten September hat der CDU im Kreis Esslingen ein Traumergebnis beschert. Es sei das beste seit 1983, zeigte sich Thaddäus Kunzmann, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Esslingen, hocherfreut. Stolz seien die Mitglieder auch auf Markus Grübel als Staatssekretär. Dennoch: in der Diskussion um den Koalitionsvertrag habe es auch kritische Stimmen aus den eigenen Reihen gegeben, räumte Kunzmann ein.

Dauerbrenner im Kreis bleibt der sechsspurige Ausbau der B 27. Thaddäus Kunzmann hofft, dass der Ausbau in den nächsten 15 Jahren umgesetzt wird.

Im Wahljahr 2014 sucht die Partei noch Kandidaten für die Kommunalwahlen. Die CDU zielt dabei nicht nur auf Mitglieder, sondern will auch Nicht-Mitglieder dazu animieren, für sie zu kandidieren. „Hier geht es uns wie allen anderen Parteien“, räumte Kunzmann die Not mit den Kandidaten für die Gemeinderatswahlen ein.

Die Realschule – als erfolgreiches Modell weiterführen

Die Bildungslandschaft ist in einem massiven Umbruch. Durch die Abschaffung der Grundschulempfehlung und die Einführung der Gemeinschaftsschulen durch Grün-Rot stellt sich laut dem stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Thomas Auerbach die Frage, was mit den Realschulen künftig passiert. Der Kreisfachausschuss Bildung im Kreisverband Esslingen, der auch mit ehemaligen Schulleitern besetzt gewesen sei, hat deshalb ein eigenes Schulmodell vorgelegt, wie sich Realschulen, Werkrealschulen und Hauptschulen, mit dem Ziel einer hohen Durchlässigkeit und effektiven Ankoppelung an das Duale System und an weiterführende Berufliche Schulen, weiterentwickeln können. Damit sollen Realschulen mit stärkerer beruflichen Orientierung neben allgemeinbildenden Realschulen entstehen mit der Möglichkeit, sowohl den Hauptschulabschluss als auch den Realschulabschluss anzubieten. Dabei könnten Schulen auch gemeindeübergreifend zusammenarbeiten. Mit dem Schlagwort „Differenzierte Realschule“ will die Kreis-CDU dieses Modell bewerben und darüber mit dem Landesverband diskutieren.

Roland Klenk, Oberbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen, ist Spitzenkandidat für die Wahl der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart am 25. Mai. Nachdem der Verband Region Stuttgart seit 20 Jahren besteht, werde vieles nicht mehr auf lokaler und Kreisebene geregelt wie die Regionalplanung oder der Nahverkehr. Zu Klenks oberster Priorität zählt deshalb der Ausbau des Filderbereichs mit S- und U-Bahn, hat doch die Region Stuttgart als „Stauregion“ unrühmlichen Bekanntheitsgrad.

Weiter will sich der OB für die „Grüne Infrastruktur“ sprich Landschaftsparkprogramme weiter engagieren, genauso wie für einen Ausbau der Wirtschaftsförderung in der Region Stuttgart zum Dienstleister für Städte und Gemeinden, wenn es um europäische Förderprojekte geht. „Die Städte sind hier oft sehr hilflos, wenn es darum geht, an Fördermittel zu kommen.“

Apostolos Kelemidis, Kandidat für die Europawahl, hat nach Einschätzung des Kreisverbandsvorsitzenden durchaus realistische Chancen, ins Straßburger Parlament einzuziehen. Mit Listenplatz sieben wäre Kelemidis bei der Europawahl 2004 jedenfalls zum Zuge gekommen, 2009 allerdings nicht.

Der gebürtige Grieche mit deutschem Pass war bei der Nominierungsveranstaltung auf Listenplatz sieben gewählt worden. Der 47-jährige Denkendorfer habe eine mitreißende Rede gehalten und damit die Versammlung überzeugt, so Kunzmann, „er bringt Herzblut mit und das haben die Mitglieder gespürt“. Apostolos Kelemidis will jedenfalls seinem Vornamen alle Ehre machen und die Christdemokraten würdig vertreten. Der Diplom-Betriebswirt ist vor elf Jahren in die CDU eingetreten und sieht sein politisches Handeln in der Tradition von Ludwig Erhard. Erhard habe es verstanden, christliche Werte in der Politik umzusetzen. Als Eigentümer einer Getränkefirma ist Kelemidis für 40 Mitarbeiter verantwortlich. „Wir brauchen eine starke Region und einen starken Mittelstand.“

Kelemidis ist überzeugt von der sozialen Marktwirtschaft und sieht nur in Europa die Zukunft. „Wir haben kein Währungs-, sondern ein Wettbewerbsproblem“, so Kelemidis. Die Fehler der letzten Jahre seien erkannt und Staaten wie Irland oder Griechenland seien durch die Reformen auf einem guten Weg.

 
CDU Kreisverband Esslingen CDU Baden-Württemberg CDU Deutschlands CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Mitglied werden CDU-Fraktion Baden-Württemberg CDU.TV Angela Merkel
© CDU-Ortsverband Aichwald 2017