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29.01.2014

dimap-Studie bestätigt: Realschule hat die Nase vorn

CDU-Landtagsabgeordnete fordern von Landesregierung Umdenken in der Schulpolitik

Für die CDU-Landtagsabgeordneten des Landkreises Esslingen, Andreas Deuschle, Thaddäus Kunzmann und Karl Zimmermann war das Ergebnis der dimap Befragung zur Schullandschaft in Baden-Württemberg nicht überraschend. Sie kämpfen seit dem Regierungswechsel 2011 für die Stärkung der Realschulen. Bei der Studie, der eine repräsentativen Befragung von 1002 zufällig gewählten Personen über 18 Jahren Ende 2013 zu Grunde lag, kam neben dem positiven Votum für die Realschule noch etwas zu Tage: der Gemeinschaftsschule steht die Bevölkerung sehr reserviert gegenüber.

Bei 86% der Befragten hat die Realschule ein gutes bis sehr gutes Ansehen und landet damit im Vergleich nur knapp hinter den Gymnasien (89%). Die Gemeinschaftsschule schwächelt mit 44% sogar noch hinter der Hauptschule/Werkrealschule (46%). „Das ist ein klares Signal für die Politik“, erklärt Thaddäus Kunzmann, Landtagsabgeordneter und CDU-Kreisvorsitzender. „Die Bevölkerung erteilt der Gemeinschaftsschule eine klare Absage. Wenn es der Landesregierung ernst ist mit ihrer Politik des ‚Gehörtwerdens’, dann muss sie ihr Ziel aufgeben, die Realschulen in Gemeinschaftsschulen umzuwandeln. „Die Befragung spiegelt das wieder, was uns die Lehrer und Eltern in unserem Landkreis seit Monaten in vielen Gesprächen, Briefen und Mails bekunden: sie stehen zu den Realschulen und sind äußerst skeptisch bei der Gemeinschaftsschule.“

Die Landesregierung setzt bislang auf ein Zwei-Säulen-Modell, dass lediglich aus den Gymnasien und der Gemeinschaftsschule bestehen soll. Für die Realschulen würde das das Aus bedeuten. In der Studie wurde deshalb auch gezielt gefragt, „Was zeichnet die Realschule gegenüber der Gemeinschaftsschule aus?“. Die Ergebnisse waren erstaunlich deutlich. Die Aussage „Die Vermittlung einer soliden allgemeinen Bildung“ trifft für 70 % der Befragten zu. 74% bescheinigen der Realschule besser auf weitere schulische Qualifikation wie Abitur oder Realschule vorzubereiten. Und sogar bei der Frage nach dem Eingehen auf Begabungen und Interessen der Schüler sagen 48 % der Befragten, das treffe auf die Realschule zu und nur 32 % sagen, das treffe auf die Realschulen nicht zu. „Das ist ein deutliches Zeichen“, so Andreas Deuschle. „denn es zeigt, dass die Gemeinschaftsschule offenbar noch nicht einmal da  die Nase vorn hat, wo von den Befürworten die größte Stärke propagiert wird, nämlich bei der individuelle Förderung.“ Bemerkenswert sei ferner, wie die grün-roten Landesregierung die Schulträger für eine Entscheidung pro Gemeinschaftsschule versucht zu überzeugen. Die Schulträger erhalten 589 ,- € je Realschüler und 1.117,- € je Schüler an Gemeinschaftsschulen, so die CDU Abgeordneten aus dem Kreis Esslingen. Andreas Deuschle fordert die Landesregierung auf, diese finanzielle Benachteiligung der Realschulen zu beenden. „Eine Regierung die eine einzelne Schulart anderen Schulformen derart finanziell besserstellt, der scheut ganz offensichtlich einen echten Wettbewerb“, so Andreas Deuschle. „Ohne ein echtes Angebot an Realschulen verlieren die Eltern das Recht auf freie Auswahl der Schulart für ihre Kinder“, so die Abgeordneten übereinstimmend.

Realschule bereitet am besten auf den Beruf vor

Eindeutig ist die Einschätzung der Bevölkerung bei der Frage, welche Schule am besten auf den Beruf vorbereite. Hier nimmt die Realschule mit 51 % den Spitzenplatz ein, die Hauptschule kommt mit 16 % auf Platz zwei, das Gymnasium erhält 12 % und die Gemeinschaftschule hält mit 11 % die rote Laterne. Für die drei Landtagsabgeordneten Deuschle, Kunzmann und Zimmermann ist dies eine Kernaussage der Studie. „Wer die Realschulen aufgibt, gibt auch das Ziel auf, junge Menschen in Ausbildung und Arbeit zu bringen. Gerade die optimale Vorbereitung auf den Beruf war aber immer der Erfolgsfaktor für Baden-Württemberg. Nirgends in Europa war nämlich die Jugendarbeitslosigkeit geringer.“

Für Thomas Auerbach, stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender und Vorsitzender des CDU-Kreisfachausschusses Bildung bestätigt die Umfrage auch das Konzept des Kreisverbandes zur Weiterentwicklung der Realschule. „In unserem Modell wird die berufliche Förderung noch stärker in den Mittelpunkt gerückt. Wir bauen auf den Vorteilen einer erfolgreichen Schule auf und stärken die berufliche Ausrichtung weiter.“ Für die CDU-Politiker ist deshalb klar: „Wir sehen uns in unserem Einsatz für die Realschulen und ein differenziertes Schulsystem bestätigt und kämpfen weiter für unsere erfolgreichen Realschulen.“

 
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