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19.01.2013

Für ebenerdigen Zugang zur Politik

Die CDU im Kreis Esslingen will sich stärker in die Gesellschaft hinein öffnen. In die Arbeit von insgesamt acht neu ins Leben gerufenen Fachausschüssen sollen dabei auch Ideen aus der Bevölkerung einfließen.

'Wir verstehen das Instrument als Impulsgeber und Seismograf', sagt Thomas  Auerbach, der stellvertretende Kreisvorsitzende der Christdemokraten. Als Scharnier zwischen Bundes-, Landes-, und Kommunalpolitik sollen die Ausschüsse einerseits die politischen Positionen der Partei in die Basisarbeit vor Ort herunterbrechen, andererseits aber auch die Ideen aus den Ortsverbänden auf die Tagesordnung der übergeordneten Gremien setzen.

Die Themenfelder der Fachausschüsse hat die Kreis-CDU im Rahmen einer Zukunftswerkstatt festgeklopft. Das Spektrum reicht von Bildung und Kultur über Umwelt und Energie, Soziales und Demografie, Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeit bis hin zu Verkehr und Infrastruktur. Wer will, kann sich auch in der Netzpolitik oder in den Ausschüssen Öffentlichkeitsarbeit, Wahlen und Veranstaltungen einbringen.

Seine Nagelprobe soll das Konzept, mit dem die CDU für einen 'ebenerdigen Einstieg' nicht nur der Parteibasis, sondern auch von interessierten Nichtmitgliedern wirbt, am nächsten Kreisparteitag am 7. März in der Weilheimer Limburghalle bestehen. Erstmals stehen die Türen zu dem Parteitreffen dann nicht nur den 1700 Mitgliedern des Kreisverbands offen, sondern ausdrücklich auch den interessierten Bürgern, die kein CDU-Parteibuch besitzen. 'Früher war es häufig so, dass der Mandatsträger dem Parteivolk von der Bühne herab die Welt erklärt hat', sagt der CDU-Kreisvorsitzende und Nürtinger Landtagsabgeordnete Thaddäus Kunzmann. Jetzt gehe es darum, kontrovers zu diskutieren und den externen Sachverstand stärker in Entscheidungsprozesse einzubinden.

Nachdem das Land seit zwei Jahren ohne die Christdemokraten regiert wird, sieht Kunzmann den Richtungswechsel auch ganz pragmatisch. Wer nicht mehr am Kabinettstisch sitze, der müsse eben sicherstellen, dass er über andere Kanäle an das notwendige Fachwissen komme, sagt er. Ziel sei es, die Netzwerke zu einem nachhaltigen Instrument auszubauen. Dabei müsse es die Partei auch aushalten, wenn in den zu erwartenden und auch gewünschten kontroversen Diskussionen nicht nur die große Linien der Bundespolitik abgebildet würden.

Neuausrichtung Die CDU im Kreis gibt nicht nur Impulse - sie will auch Ideen aus den Ortsverbänden mehr beachten.

Thomas Schorradt

 

 
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