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21.09.2012

Michael Hennrich und Markus Grübel stellen sich der Diskussion mit den Apothekern

Angesichts eines gut gefällten Gesundheitsfonds wachsen allerorten die Begehrlichkeiten. Ob Krankenhäuser, Ärzte oder Apotheker – alle wollen ein Stück vom großen Kuchen. Mit ihren  Forderungen hatten sich einige Apotheker auch an den Esslinger Bundestagsabgeordneten Markus Grübel gewandt. Der wiederum bat seinen Fachkollegen Michael Hennrich, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestags und Mitgestalter des Arzneimittel-Neuordnungsgesetzes (AMNOG) um Unterstützung. Gemeinsam diskutierten die beiden Abgeordneten mit Apothekern der Region und der Geschäftsführerin des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg  Ina Hofferberth im Köngener Schloss.

Zwar war bereits im Vorfeld der Veranstaltung  der Druck im Kessel etwas gesunken. Angesichts der Zusage aus Berlin, die Vergütung je ausgegebenem verschreibungspflichtigem Medikament von 8,10 Euro auf 8.35 Euro wollte Ina Hofferberth allerdings nur von einem „Schluck aus dem Flachmann“ statt dem „Schluck aus der großen Pulle“ sprechen. Sie machte deutlich, dass die Apotheker auch in den kommenden Jahren auf eine Erhöhung ihrer Vergütungen drängen werde.

Ein klares Bekenntnis zu einer guten Versorgung im ländlichen Raum und zur inhabergeführten Apotheke legten Michael Hennrich und Markus Grübel ab. „Gerade der demographische Wandel zwingt uns dazu ein ganz besonderes Auge auf die Versorgung der älter werdenden Bevölkerung im ländlichen Raum zu legen“, sagte Markus Grübel.

„Ich habe Sympathien für die Argumente der Apotheker“, bekundete Michael Hennrich. Und angesichts von acht Jahren ohne steigende Vergütungen herrsche auch ein „relativ günstiges Klima für diese Thematik“, ergänzte Hennrich. Auch wenn es sich nicht in Heller und Pfennig ausgezahlt habe, habe die Politik viele Weichen im Sinne der Apotheker gestellt. So seien derzeit weder von Großapotheken oder dem Versandhandel existenzielle Bedrohungen zu befürchten. Ein völliger Systemwandel sei erst recht kein Thema. „ Wir stehen zur inhabergeführten Apotheke“, rief Michael Hennrich den rund 50 Zuhörern zu.

Die Apothekerschaft habe einen wichtigen Beitrag beleistet, das System und damit die Versicherten zu entlasten, zum Beispiel in der Umsetzung der Rabattverträge. Die Beratungsleistung der Apotheker sei gerade für ältere Menschen von hohem Wert, so Hennrich. Einer gesonderten Abrechnung der Beratung erteilte er allerdings eine Absage. Auch bei der Frage, ob in den laufenden Verhandlungen vielleicht noch mehr drin sei, äußerte sich Gesundheitsexperte Michael Hennrich zurückhaltend. Mit der Erhöhung der Vergütung je Packung und einer Ausdehnung der Notdienstvergütungen sei ein 300 Millionen-Euro-Paket für die Apotheker geschnürt, bei dem er nicht mit einer Ausweitung rechne.

 

 

 
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