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23.05.2012

Bodenständig und erdverbunden

(jg) Die CDU im Kreis Esslingen hat Grund zu feiern: Ihr Ehrenvorsitzender, der frühere Nürtinger Bundestags-Abgeordnete Elmar Müller, ist gestern 70 geworden. Am Samstag soll im Eintracht-Heim in Kirchheim gebührend gefeiert werden.

 

Als bodenständig und erdverbunden ist er auch noch zehn Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem Parlament, in das er noch zu „Bonner Zeiten“ gewählt worden war, in Erinnerung – auch weil er lange Jahre an der Spitze des Kreisverbands der Blasmusik stand. Auf allen Ebenen, in denen er tätig war, genoss der Kontakt zu den Menschen bei ihm hohem Rang. Und er fand auch einen guten Draht zu ihnen. Mit beeindruckenden Wahlergebnissen gewann er dreimal das Direktmandat im Wahlkreis Nürtingen.

Als er 1990 die Nachfolge des legendären Dr. Anton Stark antrat, hatte er schon klargemacht, nur drei Legislaturperioden im Bundestag bleiben zu wollen. Während andere Politiker über solche Ankündigungen oft nonchalant hinweggehen und sich dann „bitten“ lassen, doch noch weiterzumachen, stand Elmar Müller dazu. Zumal er die Opposition, in der die CDU damals gegen die rot-grüne Regierung kämpfte, zugleich als Chance zur Erneuerung der Partei sah. Das sollte keine hohle Phrase bleiben, und daher wollte er keine Ausnahme bei sich selbst machen. Mit 60 war er noch im besten Politiker-Alter, keiner verlangte von ihm, den Hut zu nehmen – dass er es dennoch tat, war für Elmar Müller eine Frage der persönlichen Glaubwürdigkeit. Gerade diese Konsequenz schätzten viele Bürger wohl sehr. Zumal er seinem Leitwort stets treu blieb: „Nimm dich nicht so wichtig, Elmar!“, sagt er sich in Abwandlung eines geflügelten Wortes von Papst Johannes XXIII.

Schon als Frischling musste sich der langjährige Fraktionsvorsitzende der CDU im Gemeinderat von Kirchheim (wo er heute noch lebt) einer alles andere als leichten Aufgabe widmen: Er war Verhandlungsführer der CDU/CSU im zähen Ringen um die Privatisierung der Post mit ihren Sparten Brief, Bank und Telekommunikation. Die Sachkenntnis des langjährigen Landesgeschäftsführers des CDU-Wirtschaftsrats wurde allseits geschätzt – was sich auch darin widerspiegelt, dass er zu seiner Zeit als MdB auch Vorsitzender des Regulierungsrates der heutigen Bundesnetzagentur war. Noch heute ist er übrigens Vorstand des Deutschen Verbandes für Post, IT und Telekommunikation mit Sitz in Offenbach.

Um seine Partei hat sich Elmar Müller auch noch auf eine andere Art und Weise verdient gemacht – bei der Förderung des Nachwuchses: Sowohl sein Nachfolger im Bundestag, Michael Hennrich, als auch der neue Landtagsabgeordnete Thaddäus Kunzmann waren seine Mitarbeiter. Ihnen gab er wertvolles Rüstzeug mit auf den politischen Weg, und daher kann man durchaus sagen, dass er bis heute seine Spuren im Wahlkreis hinterlassen hat.

 
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