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24.03.2012

CDU bastelt an neuem Image

DEIZISAU: Interaktiver Kreisparteitag - Mitglieder sollen in Zukunftswerkstatt über Inhalte und Organisation diskutieren

Organisatorisch und auch inhaltlich will sich die CDU im Land neu ordnen. Dieser Umschwung ist nicht zuletzt eine Reaktion auf das schlechte Ergebnis bei der vergangenen Landtagswahl. In der Zukunftswerkstatt soll sich jedes Mitglied anhand von zehn Leitfragen einbringen. Auch beim Kreisparteitag in Deizisau wurde rege diskutiert.

Von Katja Eisenhardt

„Das ist eine ganz neue Form eines Kreisparteitags, ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommt“, erklärte Kreisvorstandsmitglied Thomas Auerbach zu Beginn der Veranstaltung am Donnerstagabend. Gemeinsam mit einem Team aus weiteren Parteimitgliedern hat Auerbach das Treffen zur Zukunftswerkstatt organisiert. Statt Frontalvorträgen einzelner Redner sei die Mitarbeit jedes der etwa 100 anwesenden Mitglieder gefragt, betonte der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Thaddäus Kunzmann. Zehn Stellwände waren im Saal des Gasthaus „Ochsen“ aufgebaut, die zehn Leitfragen der landesweiten „Zukunftswerkstatt“ darauf verteilt. Darunter beispielsweise die Frage nach den drei wichtigsten Standpunkten der Landes-CDU, nach einer gewünschten Außenwirkung oder auch nach den Eckpfeilern für eine nachhaltige Bildungs-, Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik. An den Tischen, auf denen Papier und Stifte bereit lagen, wurde schnell rege diskutiert. Zehn Moderatoren sammelten die Beiträge an den einzelnen Wänden.

„Wertorientiert, ehrlich, bürgernah“

Eine der Leitfragen hatte das Gewinnen neuer Mitglieder zum Thema: „Wir verkaufen uns bislang einfach nicht gut genug, wir müssen unsere Arbeit positiver darstellen und den direkten Kontakt verstärkt suchen“, bemängelte dazu eine Runde der Frauenunion, darunter deren Ehrenvorsitzende Hannelore Löhr (84 Jahre). Auch das noch sehr ausbaufähige Nutzen Sozialer Netzwerke, die Vernetzung via Internet an sich, fand sich auf verschiedenen Tafeln wieder. So könne man auch die Jugend auf sich aufmerksam machen.

Wie will die Partei in der Bevölkerung wahrgenommen werden? „Wertorientiert, ehrlich und bürgernah“, fasste Karin Pflüger, stellvertretende Vorsitzende des Esslinger Stadtverbands, die entsprechenden Beiträge zusammen. Auch die Forderung nach Verbindlichkeit und Verlässlichkeit wurde in diesem Zusammenhang laut. Viele Beiträge gab es auch zur Bildungs- und Finanzpolitik. So solle unter anderem das Erlernen der deutschen Sprache für Migranten verbindlich sein, auch für Bildungsreformen müsse endlich eine klare Linie gefunden werden. In der Finanzpolitik stand der Schuldenabbau mit oben auf der Themenliste. Was die Sozialpolitik angehe, so müssten unter anderem die beruflichen Rahmenbedingungen für Ärzte nachhaltig verbessert werden, lautete eine Forderung. Der Wunsch nach einer konsequenten und zügigen Umsetzung der Energiewende fand sich als Beitrag zu den drei wichtigsten Standpunkten der Landes-CDU.

Am Ende des dreiteiligen Prozesses der Zukunftswerkstatt, von der Diskussion in allen Kreisverbänden über die Ideenphase von April bis Juni, sollen letztendlich Forderungen, Lösungen und konkrete Projektvorschläge erarbeitet und beim Landesparteitag am 21. Juli auf den Weg gebracht werden.

 
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