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09.06.2012

Filder-Dialog: Land erreicht nur rund 40 Bürger

Auf die zweite, an 4500 ­Menschen verschickte Einladung, reagierten bis zum inoffiziellen Anmeldeschluss am Freitag weit weniger als die von ­Dialog-Moderator Ludwig Weitz festgelegten 80 Menschen.

Debatte soll aber am 16. Juni starten - CDU-Verbände fordern Absage

Von Konstantin Schwarz


Stuttgart Der von der Landesregierung ersonnene Filder-Dialog über den ­Anschluss des Flughafens an Stuttgart 21 f indet bei den Bürgern weiterhin kaum ­Interesse. Auf die zweite, an 4500 ­Menschen verschickte Einladung, reagierten bis zum inoffiziellen Anmeldeschluss am Freitag weit weniger als die von ­Dialog-Moderator Ludwig Weitz festgelegten 80 Menschen. Nach Informationen unserer Zeitung sind es nur rund 40.


Wie viele Bürger das am Samstag, 16. Juni, in der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen startende Verfahren begleiten wollen, will die Landesregierung am Montag bekannt geben. '20 Anmeldungen hatten wir Anfang der Woche, inzwischen haben wir deutlich mehr. Ob die 80 erreicht werden, wird man sehen', sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Freitag auf Anfrage. Man werde den Dialog dennoch 'mit gutem Gewissen starten'. Sollten sich bis zum 16. Juni weitere Interessenten melden, 'werden wir diesen keinen Riegel ­vorschieben', so der Sprecher.


Beim Filder-Dialog soll mit 80 Bürgern und 80 bereits ausgewählten Stadträten, Bürgermeistern und Vertretern von Initiativen an drei Terminen über die von der Bahn vorgesehene umstrittene Anbindung der Gäubahn an den Flughafen gesprochen werden. Dazu nutzt die Bahn die bestehende S-Bahn-Strecke. Leinfelden-Echterdingen und diverse Initiativen wenden sich gegen den Mischverkehr und fordern alternative Trassen. Selbst vorstellen können sie ihre Alternativen allerdings nicht, eine Debatte im Plenum hat Dialog-Moderator Ludwig Weitz auch nicht ­vorgesehen.


Die CDU-Kreisverbandsvorsitzenden in Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen, Stefan Kaufmann und Ilona Koch, haben am Freitag angesichts des mangelnden Interesses den Abbruch des Dialogs gefordert. Bahn und Landesregierung müssten über eine bessere Planung sprechen, die den S-Bahn-Standard erhalte und den Lärmschutz verbessere.

 
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