Sie sind hier: › Aktuelles 
23.07.2012

Markus Grübel tritt ein viertes Mal an - Mitgliederversammlung der CDU im Wahlkreis Esslingen nominiert „alten Hasen“ für die Bundestagswahl 2013

Markus Grübel will auch bei der Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis Esslingen das Direktmandat holen. Im Bild der Bundestagsabgeordnete mit seiner Frau Birgitta Frank-Grübel. sel

Seit 2002 gehört der Esslinger Markus Grübel dem Bundestag an. Jetzt wählten ihn die Mitglieder der CDU im Wahlkreis Esslingen zum vierten Mal zu ihrem Kandidaten. Wenn die Wähler im nächsten Jahr zur Urne gerufen werden, will Markus Grübel wie schon in seinen Wahlperioden zuvor, erneut das Direktmandat im Wahlkreis, zu dem auch Wendlingen gehört, holen.

PLOCHINGEN. Die Stimmung im Festsaal des Brauhauses zum Waldhorn in Plochingen am Freitagabend war ausgesprochen entspannt. Der Kreisvorsitzende und Versammlungsleiter Thaddäus Kunzmann munterte den Saal auf, „allen Unkenrufen zum Trotz, die CDU lebt und auch wenn wir schwere Zeiten mitmachen, die CDU steht geschlossen“. Das wurde mit kräftigem Beifall aus dem Saal und am Ende des Abends mit dem gemeinsamen Singen des „Lieds der Deutschen“ bekräftigt. Zunächst aber waren die CDU-Mitglieder des Wahlkreises Esslingen aufgefordert, den Bundestagskandidaten für 2013 zu wählen. Bei der CDU im Kreis haben alle Mitglieder die Möglichkeit, hier mitzubestimmen. Die rund 200 Plätze im Festsaal der Plochinger Brauerei waren gut besetzt, wenngleich am Ende nur 133 tatsächlich stimmberechtigt waren.

Überraschend bekommt Markus Grübel einen Gegenkandidaten

Im Vorfeld dieser Wahlversammlung wurde die Kandidatur eines Vertreters der Jungen Union kolportiert, der trat aber tatsächlich nicht an. Zunächst war Markus Grübel einziger Kandidat. Als Thaddäus Kunzmann offiziell nachfragte, meldete sich spontan und für die meisten der CDU-Mitglieder überraschend Steffen Loistel für eine Kandidatur an. Das amüsierte die einen, während die Organisatoren leicht ins Schwitzen gerieten, mussten doch die Stimmzettel neu gedruckt und das Prozedere des Abends leicht verändert werden. Für Markus Grübel bedeutete dies, dass er seinen beabsichtigten Rechenschaftsbericht auf 15 Minuten Redezeit kürzen musste. Genauso viel Zeit blieb auch dem Gegenkandidaten Steffen Loistel. Der aber nutzte diese nur ganz kurz, begründete seine Kandidatur mit der Definition des Duden zur „Wahl“. Wählen könne nur der, der auch die Wahl zwischen mindestens zwei Bewerbern habe.

Ein wirklicher Konkurrent für den „alten Hasen“ Markus Grübel war Steffen Loistel am Ende nicht. Der stellte sich zwar mutig der Diskussion und ging auf Forderungen aus dem Publikum, seine Kandidatur zurückzuziehen, gar nicht erst ein. Mit 15 Stimmen musste er sich aber geschlagen geben und gratulierte dem Gewinner des Abends, Markus Grübel.

Für den in der dritten Amtsperiode tätigen Bundestagsabgeordneten votierten 111 CDU-Mitglieder, das waren über 88 Prozent der anwesenden Wahlberechtigten. Markus Grübel strahlte, steckte den „kleinen Schönheitsfehler“ gelassen weg und nahm glücklich die vielen Gratulationen entgegen. Noch einmal proklamierte er das Ziel des bevorstehenden Bundestagswahlkampfes: wir wollen als CDU allein regieren und wenn es nicht ohne Koalitionspartner gehe, dann wolle man den selbst aussuchen. „Wir kämpfen“, so Grübel, „und wir werden den Wahlkreis wieder direkt holen“.

Markus Grübel, 52 Jahre alt, ist von Beruf Notar und gehört der CDU-Fraktion des Bundestages seit 2002 ohne Unterbrechung an. Drei mal hintereinander holte Grübel das Direktmandat im Wahlkreis Esslingen, war also nie auf der Landesliste abgesichert.

Im Deutschen Bundestag engagiert sich der Abgeordnete als Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Familienausschuss. Grübel gehört dem Verteidigungsausschuss an und arbeitet als Vorsitzender im Unterausschuss „Bürgerschaftliches Engagement“. An der Konzeption der Bundesfreiwilligendienste hat Markus Grübel maßgeblich mitgearbeitet. Er spricht vom großen Erfolg und verweist auf über 100000 Menschen, die sich ehrenamtlich hier betätigten, weitere 50000 junge Leute engagierten sich in einem Freiwilligen Sozialen Jahr.

Ein anderer Schwerpunkt des Abgeordneten ist die Seniorenpolitik. Als Experte für Themen wie Patientenverfügung hat er sich im Wahlkreis behauptet und dabei immer wieder auch den Kontakt mit den Kirchen geknüpft. Die CDU und die Kirchen liefen Gefahr, sich zu entfernen. Wichtig ist dem Abgeordneten die Frage der Betreuung von Pflegebedürftigen. Ein Thema das angesichts der demografischen Entwicklung immer schwieriger werde.

„Wir als CDU agieren in einer schwierigen Zeit, die viele unpopuläre Entscheidungen erfordert“, so Grübel. Die Situation in der Bundesrepublik sei aber längst nicht so schlimm, wie sie von innen gesehen werde. „Wir sollten unser Licht nicht unter den Scheffel stellen“, fordert Grübel und verweist auf die geringe Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent oder auf die sensationell niedrige Jugendarbeitslosigkeit im Landkreis von 2,2 Prozent. Die Steuerquellen sprudelten, die Sozialversicherung mache Überschüsse.

Dennoch seien die politischen Herausforderungen angesichts der Staatsschuldenkrise groß. Die CDU habe in allen Punkten die richtigen Antworten und Lösungen und mit Kanzlerin Angela Merkel die richtige Partnerin, gibt sich Markus Grübel selbstbewusst.

 

 

 
CDU Kreisverband Esslingen CDU Baden-Württemberg CDU Deutschlands CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Mitglied werden CDU-Fraktion Baden-Württemberg CDU.TV Angela Merkel
© CDU-Ortsverband Aichwald 2017