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14.01.2012

CDU sieht Defizite bei den Plänen für den Filderbahnhof

OBERBOIHINGEN: Kreisverband fordert Nachbesserungen beim Projekt Stuttgart 21 und wünscht sich S-Bahn nach Neuhausen

Durch das Projekt Stuttgart 21 dürften die Planer auf den Fildern keine „Nadelöhr-Situation“ schaffen, sagt Filderstadts Bürgermeister Andreas Koch. Gerade in diesem Abschnitt will der Kreisverband der CDU erheblich nachbessern. Das müsse auch im Interesse der Bahn AG liegen, sagt Thaddäus Kunzmann, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Kreis-CDU.

Von Elisabeth Maier

Die Diskussionen um das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.3 des Bahnprojekts auf den Fildern stehen bei der Kreis-CDU ganz oben auf der Agenda, sagte Kunzmann im Jahrespressegespräch in Oberboihingen. Den Bau des Filderbahnhofs begrüßt Kunzmann, der in Nürtingen Stadtrat ist. „Dadurch ist der Flughafen für uns künftig in kurzer Zeit zu erreichen.“ Kunzmann ärgert sich über jene Gegner des Projekts, die diesen Haltepunkt für den Flughafen und die Messe auch nach der Volksabstimmung noch in Frage stellten. Gerade bei den Grünen streuen aus Sicht des Landespolitikers viele „Sand ins Getriebe“.Dagegen möchte die Kreis-CDU konstruktive Vorschläge setzen. Obwohl der Kreisverband große Hoffnungen in den Filderbahnhof setzt, sieht Andreas Koch in den Plänen Defizite. Dazu gehört, dass die Haltepunkte für die S-Bahnen und für die Fernzüge nach derzeitigem Stand zu weit voneinander entfernt sind: „Das ist nicht optimal.“ Für diesen „neuralgischen Punkt“ wünscht sich Koch alternative Pläne.

Für eine S-Bahn nach Neuhausen

Unter dem Projekt Stuttgart 21 dürfe der S-Bahn-Verkehr auf den Fildern nicht leiden. „Der 30-Minuten-Takt ist für uns ein Minimalstandard.“ Koch und die Kreis-CDU wünschen sich eine Fortsetzung der S-Bahn nach Neuhausen und langfristig sogar den Ringschluss ins Neckartal. Koch verwies darauf, dass die Fahrgastzahlen der S-Bahn-Verlängerung nach Filderstadt in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens die Prognosen bei weitem übertroffen hätten. Deshalb hält er es für wichtig, künftig verstärkt auf dieses Verkehrsmittel zu setzen. Der Lärmschutz ist der Kreis-CDU ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Koch verweist darauf, dass man die Lärmereignisse nicht vereinzelt betrachten dürfe. Ziel der Politik müsse sein, die Menschen dauerhaft zu entlasten.

Das Thema Energiewende beschäftigt auch die CDU. Regionalrat Udo Goldmann ging auf das Thema Windkraft ein. Für ihn ist unbestritten, dass wegen des Atomausstiegs alternative Energien erprobt werden müssten. Viele Investoren hätten bereits ihr Interesse an Windkraftanlagen bekundet. Schwierig wird nach Goldmanns Ansicht die Gratwanderung zwischen Natur- und Landschaftsschutz und dem Bau der hohen Windräder, die weithin sichtbar sind. Gerade am Albtrauf und hinter dem Teckberg sieht er da Probleme. Wichtig sei es, frühzeitig den Dialog mit den Kommunen in Gang zu bringen. Die CDU fordert ein regionales Kompetenzzentrum für die Windkraft.

Thaddäus Kunzmann, der im März neu in den Landtag gewählt worden ist, streifte kurz das Thema Landtagswahl. Nicht nur für die Wahlhelfer im Kreisverband Esslingen gilt aus seiner Sicht, „dass sich die meisten so engagiert haben wie zuletzt in Zeiten der Wende“. Nun müsse man in der Rolle der Oppositionspartei starke Akzente setzen.

 
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