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23.04.2012

Ergebnisse des Kreisparteitags "Zukunftswerkstatt" am 22. März 2012 in Deizisau

Wie bereits in der Aprilausgabe des CDU-intern berichtet, fand der letzte Kreisparteitag in Form eines Workshops statt, bei dem die Mitglieder Stellung zu den zehn Fragen der „Zukunftswerkstatt CDU Baden-Württemberg“ nehmen konnten. Die rund hundert Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, ihre Ansichten, Meinungen und Interessen bei der Beantwortung der Fragen darzustellen. Sie konnten ihre Stellungnahmen in Form von Antwortkarten an zehn Pinnwände für die einzelnen Fragen heften. Aus den Einzelbeiträgen bildeten die Betreuer Themenbereiche (Cluster). In einem zweiten Durchgang konnten die Antworten bewertet werden. Jeder Kreisparteitagteilnehmer erhielt dazu zwölf Klebepunkte, die frei auf Themenbereiche oder einzelne Antwortkarten verteilt werden konnten. Die Auswertung der gegebenen Antworten fand im Arbeitskreis Kommunikation statt und wird hier in einer Übersicht dargestellt.

Frage 1: Was sind die drei wichtigsten Standpunkte der CDU Baden-Württemberg?

Mit dieser Frage beschäftigten sich die Kreistagsteilnehmer am zweithäufigsten. Es kristallisierten sich fünf Themenschwerpunkte heraus:

Mittelstand und Arbeitnehmer mit 41 Punkten, Nachhaltigkeit mit 23 Punkten, die Einhaltung der Grundwerte mit 13 Punkten, Bildung mit 12 Punkten und „wie wollen wir arbeiten?“ mit zwei Punkten. Die Antworten im Einzelnen repräsentieren die ganze Spannweite einer Volkspartei und reichen vom Grundsätzlichen (z.B. die CDU ist die Partei der Bildung) bis zu einzelnen Projekten wie dem dreistreifigen Ausbau von Autobahnteilstücken.

Die am wichtigsten bewertete Einzelantwort war im Bereich Nachhaltigkeit: Die CDU ist die Partei des Atomausstiegs, der Energiewende und lehnt ineffiziente Formen regenerativer Energien ab.

Frage 2: Wie wollen wir in Baden-Württemberg im Jahr 2020 leben? Wo haben wir Änderungsbedarf in unserer Politik?

Diese Frage war die Top-Frage der Kreistagsteilnehmer. Es ergaben sich acht Themenbereiche:

Bildungssystem ziel- und zukunftsorientiert mit 23 Punkten, Werteorientierung mit 21 Punkten Wohnen/Bauen/Raumplanung/Verkehr mit 20 Punkten, staatliche Verantwortung vs. Eigenverantwortung mit 16 Punkten, Energieversorgung mit 13 Punkten, Generationenzusammenführung mit sieben Punkten, Funktionierende und gerechte Sozialsysteme drei Punkte, Kommunikation und Technologie mit zwei Punkten.

Die Aussage mit den meisten, nämlich sieben, Einzelnennungen war die Forderung nach nachhaltigem Wirtschaften, nach Chancengleichheit und Generationengerechtigkeit.

Frage 3: Was bedeutet das C in unserem Parteinamen?

Am dritthäufigsten beschäftigten sich die Kreistagsteilnehmer mit dieser Frage. Es wurden drei Themenbereiche gebildet:

Grundsätzliches mit 57 Punkten, Praktisches mit 20 Punkten und Slogans ohne Punkt.

Wichtigste Aussage mit 14 Bewertungspunkten war: „C steht für die Wahrung der christlichen Kultur. Integration ist Interaktion und muss eingefordert werden können.“

Auch in der Beantwortung dieser Frage war ein großes Spektrum sichtbar. Mehrfach genannt wurden Ehrlichkeit und Verlässlichkeit als Grundpfeiler einer glaubwürdigen CDU-Politik.

Frage 4: Mit welchem Profil soll die CDU in der Bevölkerung wahrgenommen werden?

Bei dieser Frage herrschte große Einmütigkeit darüber, dass Ehrlichkeit (31 Punkte), Bürgernähe (28 Punkte) und Werteorientierung (22 Punkte) Kennzeichen christlich-demokratischer Politik sein müssen.

Die Teilnehmer des Workshops bewerteten die folgende Einzelaussage als am wichtigsten (acht Punkte): Die CDU muss werteorientiert, verlässlich und für alle Generationen sein. Die Mitglieder müssen mitbestimmen und mitwirken können.

Frage 5: Welches sind die Eckpfeiler für eine nachhaltige Bildungs-, Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik?

Diese Frage besteht aus vier Themenbereichen, wobei Bildung mit 42 Punkten, Wirtschafts- und Finanzpolitik mit 23 Punkten und Sozialpolitik mit vier Punkten bedacht wurden.

Stark gewichtet wurden eine solide Finanzpolitik und Schuldenabbau (zusammen elf Punkte), um zukünftigen Generationen Spielraum zu politischem Handeln zu lassen.

Im Bereich der Bildungspolitik wurde die Forderung nach einem neunjährigen Gymnasium (G9) sechs Mal gewichtet.

Die Kernaussage mit 21 Punkten war: „Sprache lernen ist eine Bringschuld für Migranten“.

Frage 6: Wie können wir die innerparteiliche Kommunikation und Beteiligung verbessern?

Hier bildeten sich drei Themenschwerpunkte: Kommunikationsstruktur mit zwölf Punkten, E-Kommunikation mit elf Punkten und „Kommunikation wie?“ mit sieben Punkten.

Die Teilnehmer des Workshops entwickelten hierzu eine ganze Reihe interessanter Ideen. Größte Unterstützung erhielt die Forderung nach einem Baukastensystem zur Unterstützung der Ortsverbandsarbeit zum Beispiel mit Musterbriefen, Musterveranstaltungen und nach vernetzten Websites (acht Punkte).

Deutlich erkennbar ist auch die Forderung der Mitglieder nach sichtbarer Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen (sieben Punkte).

Frage 7: Wie können wir Experten einbinden?

Diese Frage wurde in zwei Bereiche eingeteilt: „Selbst aktiv werden“ (21 Punkte) und „Suchen und weitergeben“ (17 Punkte).

Stärkste Resonanz erfuhr die Forderung nach dem Aufbau eines Experten- und Referentenpools mit elf Punkten, sowie die Einrichtung von Facharbeitskreisen, deren Arbeit und Ergebnisse publik gemacht werden sollen (fünf Punkte).

Frage 8: Wie können wir neue Mitglieder gewinnen?

Hier mangelte es den Parteifreunden nicht an guten Ideen. Die Themenschwerpunkte waren:

„Zielgruppen ansprechen“ (29 Punkte), „Einstieg erleichtern“ (zwölf Punkte) und „Inhalte vermitteln“ (zwölf Punkte). Weitere Themenkreise waren „persönliche Kontakte“ (acht Punkte), Social Media (zwei Punkte) und Veranstaltungen (ein Punkt).

Favoriten bei dieser Frage waren die Forderung nach einem Familienbeitrag (neun Punkte) und die Jugendförderung zusammen mit der Jungen Union (acht Punkte),

Frage 9: Wie schaffen wir es, uns außerhalb der Partei stärker zu vernetzen?

Bei dieser Frage erarbeiteten die Kreisparteitagsteilnehmer drei Themenschwerpunkte:

„Offene Veranstaltungen“ (15 Punkte), „Vereine/Verbände/Organisationen“ (zehn Punkte) und „Internet/Social Media/Netzwerke“ (sechs Punkte).

Als Kernstück der Netzwerkarbeit sahen die Anwesenden die persönliche Präsenz im Bereich Vereine/Verbände/Organisationen (sechs Punkte). Das persönliche Engagement soll ergänzt werden durch die Pflege von Netzwerken im Internet (vier Punkte).

Frage 10: Wie können wir die Organisation unserer Partei verbessern?

Hier fanden die Parteifreunde zahlreiche Anknüpfungspunkte.

Die „Dienstleistung von oben nach unten“ mit 29 Punkten war der eindeutige Favorit. Der „Landesverband“ (15 Punkte) soll hierbei professionalisiert werden. Eine „bessere Darstellung der Arbeit der einzelnen CDU-Organisationen“ (zehn Punkte), „einheitliche und flachere Organisationsstrukturen“ und die „Abschaffung der Bezirksverbände“ (fünf Punkte) wurden hierbei thematisiert.

Die wichtigsten Einzelforderungen waren die nach einem Bürgermeisterpool (22 Punkte) und nach einem hauptamtlichen Generalsekretär für die Landes-CDU (15 Punkte).

Welche Frage hat unsere Mitglieder wie intensiv beschäftigt?

Frage

Gesamtpunkte

Rangfolge

Frage 1: Was sind die drei wichtigsten Standpunkte der CDU-BW

91

2

Frage 2: Wie wollen wir in BW im Jahr 2020 leben? Wo haben wir Änderungsbedarf in unserer Politik?

93

1

Frage 3: Was bedeutet für uns das "C" in unserem Parteinamen?

77

3

Frage 4: Mit welchem Profil soll die CDU in der Bevölkerung wahrgenommen werden?

62

7

Frage 5: Welches sind die Eckpfeiler für eine nachhaltige Bildungs-, Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik?

70

4

Frage 6: Wie können wir die innerparteiliche Kommunikation und Beteiligung verbessern?

30

10

Frage 7: Wie können wir Experten einbinden?

38

8

Frage 8: Wie können wir neue Mitglieder gewinnen?

64

6

Frage 9: Wie schaffen wir es, uns außerhalb der Partei stärker zu vernetzen?

34

9

Frage 10: Wie können wir die Organisation unserer Partei verbessern?

68

5

 

Ausblick - Landesebene

Die Ergebnisse der „Zukunftswerkstatt“ im CDU Kreisverband Esslingen wurden inzwischen - in Gänze und in der vorgenannten Komprimierung - an den Landesverband weiter geleitet, der damit arbeiten und daraus eigene Schlüsse ziehen muss. Sie sind nach Meinung des Arbeitskreises Kommunikation in jedem Fall geeignet, den Landesverband nahe an die Lebenswirklichkeit seiner Parteimitglieder heranzuführen. Wir dürfen erwarten, dass wir nach Abschluss des Verfahrens „Zukunftswerkstatt“ beim Landesparteitag am 21. Juli 2012 über die Gesamtergebnisse im Land informiert werden.

Dank und Ausblick - Kreisebene

Es hat allen Beteiligten große Freude bereitet erfahren zu dürfen, wie engagiert und motiviert die CDU-Mitglieder im Kreis Esslingen auf das Projekt „Zukunftswerkstatt“ reagiert haben. Hierfür danken wir allen Teilnehmern. Die Verantwortlichen im Kreisvorstand möchten und werden gerne diesen Schwung weiter tragen und bieten daher allen Interessierten die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme. Bitte melden Sie sich dazu bei der Kreisgeschäftsstelle.

Nach dem Beschluss des Kreisparteitages werden Arbeitskreise zu den wichtigsten Herausforderungen der nächsten Jahre gebildet. Jedes Mitglied ist aufgerufen, unsere Partei wieder zu dem zu machen, was unser Land verdient: Zum Motor für wirtschaftliche Entwicklung, zum Hort für Bildung und Jugend, zum Garanten solider Staatsfinanzen mit Bürgernähe und Ehrlichkeit.

 

Die Mitglieder des „Arbeitskreis Kommunikation“ im CDU Kreisverband Esslingen Thomas Auerbach, Enrico Bertazzoni, Cornelia Jathe, Rainer Roos, Bernd Schwarz, Thorwald Teuffel von Birkensee,

 
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